Noch mehr Verzicht

Frau Borchart ist schockiert. Gestern hat sie ein Schüler beleidigt. Heftig beleidigt! Hat Wort ein benutzt, das mit N anfängt und mit utte aufhört. Nicht zu fassen! Und voll gemein. Arme Frau Borchart. Sie erzählt es mir heute und ist immer noch ganz geschockt. Ich auch.

Wenn er wenigstens gesagt hätte. “Frau Borchart, ich finde Sie richtig doof.”
“Wäre ja auch nicht nett gewesen. Aber wenigstens hätte er dich gesiezt.”
Frau Borchart hat das wirklich nicht verdient. welche Lehrerin hätte so eine Beleidigung denn schon verdient? Nicht mal Frau Schwalle.

Heute in der Mittagspause hat Frau Borchart den ganzen Vorfall schon verdaut und vielleicht auch schon ein wenig vergessen. Die Zeit heilt ja alle Wunden.

Ich sitze mit Frau Borchart und Frau Saint-Patrick am Tisch im Lehrerzimmer. Wir trinken Kaffee und gackern. Wir sprechen über Verzicht bis Ostern. Frau Borchart sagt: “Ich wollte auf Schokolade verzichten. Aber das ist so schwer.”
Frau Saint-Patrick sagt: “Waaaas? Auf Schokolade verzichten, das könnte ich niiiiiieeeee.”
Frau Kriechbaum kommt an unserem Tisch vorbei, schnappt den letzten Satz auf und sagt: “Schokolade macht glücklich.”
Ich habe einen anderen Vorschlag: “Frau Saint-Patrick, ersetze doch Schokolade mit Sex.”
“Sex?”
“Ja. Da freut sich auch dein Mann.”
“Stimmt. Aber nur, wenn ich Sex mit IHM hätte.”

Frau Borchart hört uns zu. Wahrscheinlich überdenkt sie ihren Schokoladenverzicht noch einmal. dann sagt sie: “Aber immerzu Sex…?”
Ich: “Ja, statt Schokolade.”
Sie: “Ist aber doch voll anstrengend.”
Ich: “Was heißt hier anstrengend? Es macht auch glücklich und du wirst doch dafür sogar noch bezahlt.”

Ziele

Das mit dem Nettsein bis Ostern klappt nicht so richtig. Ich war zu einer Kollegin etwas unnett und weil das so einen Spaß gemacht hat – gleich am nächsten Tag wieder. Deshalb wollte ich jetzt auf Kohlehydrate verzichten.

Der Freund so morgens: “Willst du Schulstullen?”
“Nein! Ich will einen geschälten Apfel und Karotten in kleinen Stangen.”
Er: “Hähhhh?”
“Ja, dieses ewige Brot ist echt nicht gesund.”
“Aber wie willst du denn den Apfel mitnehmen?”
“Tupperdose.”
Und so aß ich gestern schön artig meinen Apfel und meine Karotten. So wie die anderen Lehrerinnen auch. Heute gab es dann wieder so eine Dose Obst. Immer mit zwei Gummibändern gesichert.
“Das brauchst du nicht. Diese Gummibänder. Die Dose geht doch nicht auf. Ist doch Tupper.”
Er: “Doch geht auf.”

Und heute dann… die Dose mit dem langweiligen Apfel und den Karotten in der Tasche, gehen alle Kollegen in die Mensa. Und da gibt es Spaghetti. Tja… nun wird das mit dem keine Kohlehydrate bis Ostern auch nichts mehr.
Ich weiß schon, warum ich mir am Neujahrstag nichts fürs neue Jahr vornehme. Schaff ich sowieso nicht. Man könnte sich ja aber auch mal Sachen vornehmen, die man voll leicht schafft. Hier wäre meine Liste:

– Morgens schon vier Zigaretten, bevor ich das Haus verlasse.
– Wenn die Schüler nerven – ruhig mal anschreien.
– Unterrichtsvorbereitung auf ein Minimum beschränken.
– Nachmittags Kaffee in großen Mengen – dazu noch mehr Zigaretten.
– Ständig Baden, statt Duschen.
– Abends die Benutzung der Zahnseide vergessen. Oft.
– Um halb acht auf der Couch sein und bis zum Einschlafen durchglotzen.
– Nichts im Haushalt tun.
– Ab und zu ein schlechtes Gewissen haben, weil ich nichts im Haushalt getan habe.
– Mich das ganze Jahr nicht mit den Leerstellen meiner Rentenversicherungsdings… ach, sagen wir wie es ist: Die Briefe von der Rentenbehörde nur abheften, aber nicht lesen.
– Leiden, wegen der Rentensache, weil die mir später bestimmt das Genick bricht.

So, das wären alles Sachen, die könnte ich LOCKER bis Ostern machen. Was heißt hier bis Ostern. Das schaffe ich sogar bis zum Jahresende.

Deine Klasse ist dein Klo

“So ihr Lieben, noch eine wichtige Ansage.”
“Auweia, was denn?”
“Ihr habt in der nächsten Stunde Vertretung. Bei Frau Borchart.”
“Wer ist das?”
“Ist das diese eine Frau mit den blonden langen Haaren?”
“Abooooo – DIE???? Ich schwöre, die ist voll streng!”

Vertretungsunterricht. Vertretungsunterricht nervt. Was aber auch nervt, ist Vertretungsunterricht für die eigene Klasse. Denn das Benehmen deiner eigenen Schüler ist so wie dein Badezimmer, wenn Besuch kommt. Da wollt ihr ja auch keine braunen Streifen im Klo haben. Und natürlich will der Klassenlehrer keine Klagen über die eigene Klasse hören. Nichts ist furchtbarer, als wenn man gechillt im Lehrerzimmer abhängt und ein wütender Kollege oder eine aufgebrachte Kollegin stürzt sich auf dich:

“Oh Gott, ich hatte DEINE gerade in Vertretung. Die sind ja GRAUENHAFT! Sind die immer so?”
Nein, das willst du nicht. Sowas ist Gift in den Ohren des geschundenen Klassen-MCs.

Was tut man also? Man bereitet seine Klasse auf den Vertretungsunterricht vor.

“Nein, Frau Borchart ist total nett. Die gehört sogar zu meinen Lieblingskollegen. Die ist eine gaaaanz tolle Lehrerin. Ihr werdet sie super finden.” Man kann hier ruhig ein bisschen übertreiben. Self fulfilling…
“Sie wird was ganz TOLLES mit euch machen.” Hier wäre es gut, wenn sie wirklich was ganz tolles oder zumindest IRGENDETWAS vorhätte.
“Und jetzt passt mal auf Kinder. Ich sag euch jetzt mal was!” An dieser Stelle ist es sehr wichtig die totale Aufmerksamkeit von der Klasse zu erhalten. Dazu streckt man seinen Kopf ein wenig nach vorne, macht sich ein bisschen kleiner, als man ist und setzt ein Gesicht auf, als verrate man das bestgehüteteste Staatsgeheimnis.

“Also, wenn ich nachher ins Lehrerzimmer komme, dann möchte ich, dass Frau Borchart zu mir kommt und sagt: ‘Na, das ist aber eine SEHR, SEHR nette Klasse und wie toll die mitgearbeitet haben! So was habe ich ja noch NIE erlebt. Wirklich reizende Kinder.’ Und dann antworte ich: ‘Stimmt, die sind wirklich toll. Deshalb fahre ich ja mit denen auch zum HEIDEPARK!'”

Und bei dem H-Wort kannst du dann in die strahlenden Kindergesichter deiner Klasse blicken. Nun ist Ein-Mal-gutes-Benehmen-während einer Vertretungsstunde noch kein Gegenwert für einen Heideparkbesuch. Aber man kann später noch sehr viele wenn-danns dran knüpfen. By the way – macht nicht den Fehler, wie ich, den Heideparkbesuch in der Achten nicht zu erlauben und die Klasse dann aufs Zehnte Schuljahr zu vertrösten. Das Zehnte kommt auch irgendwann und dann heißt es nur noch: “Sie haben es aber versprochen!”

“Also Kinder, verstanden?”
“Ja, Frau Freitag!”, sagt Rosa und grinst. Dann guckt sie streng zu den Jungs “Jungs, ihr habt es gehört! Nur eine Stunde gut benehmen! Verstanden! Auch du Vincent!”
Dann stellst du dich an die Tür und klopfst jedem kurz beim Rausgehen auf die Schulter. Nicht die Hand geben! Grippe und Masern – das fehlt einem gerade noch.
“Alles klar, ja?”

Und später gehst du ins Lehrerzimmer und versuchst unauffällig an Frau Borchart vorbeizugehen.
“Ach, Frau Freitag, ich hatte DEINE gerade in Vertretung. Du, die haben ja total gut mitgemacht. Ich hatte einen Text mit und sie sollten dazu was schreiben und sie waren richtig heiß darauf loszulegen. Alle! Auch die Jungs! Besonders gut war dieser Vincent. Also ich hab noch keine Klasse erlebt, die so gierig war etwas zu lernen.”
Dann lächelst du bescheiden und sagst: “Ach die Lieben. Süß.”

Und wenn du deine Klasse wieder im Unterricht hast, dann sagst du: “Danke liebe Klasse! Ich sehe schon das H von Heideparkbesuch.”

Auweia, keine Wimpern

Nachtrag:
Tarik sitzt vor mir grinst und flüstert: “Ich kann das jetzt mit der Schleife!”
Ich: “ECHT??? Zeig mal.” Ich gehe zu ihm, weil ich seinen Schuh ja nicht von meinem Platz aus sehen kann.
Tarik bindet sich mit einem stolzen Grinsen und OHNE HINGUCKEN die Schnürsenkel zu einer 1A Schleife zusammen.
Ich bin begeistert. “Super! Und sogar ohne gucken. Hast du das deinen Eltern gezeigt?” Er schüttelt den Kopf.
Ich: “Warum nicht?”
Er zuckt mit den Schultern. Ich grinse ihn verlegen an und klopfe ihm nochmal anerkennend auf die Schulter. Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

“Ihre Augen sind aber ziemlich klein, Frau Freitag”, sagt Dilay, nachdem sie mich minutenlang angestarrt hat. Wir zeichnen uns gegenseitig – als Einstieg ins Thema Portrait und für Dilay war keine Schülerin mehr übrig, also habe ich mich erbarmt. Und das habe ich jetzt davon.
“Sie haben ja gar keine Wimpern”, stellt sie fest.
Kleine Augen, okay. Ich bin auch etwas müde. Aber KEINE Wimpern? “Hier!”, sage ich und beuge mich ganz dicht zu ihr vor “Die sind sogar gefärbt.”
“Echt? Zeigen Sie mal!”, erwidert sie skeptisch. “Oh, Frau Freitag, Sie waren gestern geschminkt.” Und recht hat sie. Frl. Krise und ich hatten am Vorabend eine kleine Lesung in einem Buchladen, und um mit Frl. Krise mithalten zu können, musste ich wenigstens die Augen etwas betonen. Frl. Krise benutzt ja sogar Lippenstift.
“Echt???? War sie geschminkt?”, schreit Rosa ungläubig von hinten, springt auf und rennt auf mich zu: “Ohhhhh, Frau Freitag…. schick.” Ich grinse stolz, dabei hatte ich nur vergessen mich abzuschminken. Rosa geht wieder auf ihren Platz und Dilay starrt mich weiter an und versucht sich gerade an meinem Kinn.
“Schwer.”, sagt sie.
“Zeig mal!”, ruft Gülistan.
Dilay hält ihr Bild hoch und Gülistan lacht laut auf: “Wie ein Nilpferd!” Sofort will jeder in meiner Klasse das Bild sehen. Alle lachen.
“Ja ja, das kommt schon hin. Ich habe um das Kinn rum so etwas Nilpferdhaftes.”, sage ich. “Zeig mal Dilay.”
Sie hält mir ihr Bild entgegen. Dadrauf habe ich gar kein Kinn. Aber ich will die liebe Dilay auch nicht entmutigen. Portraitzeichnen ist aber auch schwer…
Ich betrachte das Bild genauer: “Dilay, als wenn ich in einen Spiegel gucken würde. Mach mal weiter.”
Gibt doch nichts über intrinsische Motivation und am Ende habe ich mich auf ihrem Bild wirklich wiedererkannt.

Fast

Heute beginnt die Fastenzeit. Eigentlich habe ich immer Fastenzeit. Montag wäre ich fast zum Sport gegangen. Fast hätte ich eben die Spülmaschine ausgeräumt und ich kann fast rappen.
Diesmal will ich mitmachen bei der Fastenzeit. Aber nicht so katholisch mit kein Fleisch und so. Das kann ja jeder. Ich werde mir ein paar dufte neue Herausforderungen aussuchen. Und ich gehe doch recht in der Annahme, dass das dann sechs Wochen geht, oder? Also bis zu den Osterferien. Was könnte man denn da machen… Neulich, als ich mir nach dem Sport noch Köfte in dem türkischen Imbiss gekauft habe, da habe ich was interessantes gelesen. In der Christlichen Zeitung, die da rumlag. Das nenne ich mal tolerant… nicht nur mir Ungläubigen was zu essen zu verkaufen, nein, mir auch noch die Möglichkeit zur Katholikenlektüre zu ermöglichen… wirklich beachtlich.

Und in einem Artikel stand, dass man in der Fastenzeit mal nur nett sein soll. Also nicht nur nett sein, sondern andere Leute loben und denen schöne Dinge sagen soll. Das hat mich inspiriert. So sehr, dass ich den Artikel abfotografiert und zu Frau Dienstag geschickt habe. Und ihr Kommentar nur: “Ich bin doch nett.” Tzzzzz. Bringt sie ihren Kolleginnen mal Schokolade oder Pralinen vorbei? – NEIN. Ruft sie die Eltern der lieben Schüler ihrer Klasse an und sagt ihnen, wie gut sie ihre Kinder erzogen haben? – NEIN. Lobt sie meine Kosmetikerin, dass sie mir so schön die Augenbrauen gezupft und die Wimpern gefärbt hat? – Nein. Sagt sie mal: “Oh, wie schön du geschrieben hast!” – NEIN. Frau Dienstag liest hier übrigens nur, wenn sie vorkommt. Ich erwäge, ein Sachbuch über sie zu schreiben. Wickelt sie sich nackt in Cellophan und überrascht so ihren Mann, wenn der gestresst von der Arbeit kommt? – NEIN. Sie macht all diese Dinge nicht und wie kommt sie denn dann dadrauf, dass sie sich nicht an diesen christlichen Artikel halten muss.
Ich werde das jedenfalls ausprobieren. Ich werde in den nächsten sechs Wochen nett sein. Ich werde meine Umgebung mit Komplimenten und kleinen Geschenken beglücken und immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Und Ostern werden wir dann ja mal sehen, wem es besser geht – Frau Dienstag oder mir.

In Schule

Wer hat eigentlich damit angefangen, den Artikel vor Schule wegzulassen? “Schule neu denken. In Schule blah, blah, blah…”
wenn jemand besonders vom-Fach-mäßig daherkommen will, dann läßt er vor Schule immer den Artikel weg und ich könnte kotzen, wenn ich das höre. Ich vermute fast, dass das Knallbert Meyer oder sein Kumpel Klippi Klippert war.
Man sagt doch auch nicht “Die Strukturen in Bundeswehr müssen verändert werden.” oder “In Fernsehen sind die Jobs zu gut bezahlt.” Warum dann also SCHULE ohne Artikel? Bitte, bitte macht das nicht. Man kann genau so gut sagen in DER Schule ist es schön. Jeden Tag predige ich den Schülern, dass sie die Artikel benutzen sollen und dann kommen die angeblichen Fachleute und sprechen wie Achtklässler. Oder wir machen das so, dass wir Artikel immer weglassen. Meine Schüler wären sofort dafür.
In Nachrichten ist ja jetzt immer von Ukraine zu hören. Waffenruhe scheint nicht durchgesetzt zu sein. Russische Regierung ist irgendwie komisch. Aber ich kann mich damit gar nicht beschäftigen, weil ich zu Sport muss. Griechenland will Schuldenschnitt und IS hat Arsch offen. In Schule war heute ganz gut. Ich habe Vokabeltest schreiben lassen. Schüler waren überrascht. Vielleicht Schule neu denken. Kennt jemand Buch mit Titel Schule neu denken? Vielleicht sollte ich mal Schule neu denken. Vielleicht auch Lehrer neu denken. Ich denke immer: wenn es Ärzte ohne Grenzen gibt – warum gibt es nicht Lehrer ohne Grenzen. Ich bin Lehrer ohne Grenzen. Alle sollen Lehrer ohne Grenzen sein in Schule. Schule wäre voll neu. Wir voll ohne Grenzen. Alles geht. Schüler denken: Hähhhhh? Wir denken: Haaaaahhhh!

Heute morgen war Frau von Leyen (die kriegt jetzt auch keinen Artikel mehr) in Fernsehen. Ich hasse wie sie redet. So immer Erklärbär. Als wären alle dumm. Nur sie nicht. Ich habe so Angst, dass sie unsere Bundeskanzelerin werden will. Neiiiin. Bitte nicht. Und ich finde es immer so skuril und ein bisschen eklig, dass sie so viele Kinder hat. Und Haare sind nicht schön. Frisur seltsam. Sprache doof. Wenn sie könnte würde sie auch : “In Bundeswehr” sagen. Da bin ich mir aber sowas von sicher.

Okay you got point. Sagt nicht: In Schule. Sagt: in der Schule. Bitte. Mehr verlange ich ja gar nicht.

Frau Dienstag kocht

“Heute Sport?”
“Nee, ich bleib zu Hause. Ich will kochen.”
KOCHEN statt SPORT???? So kommt mir eben Frau Dienstag! Spinnt die? Wir gehen immer am Montag zum Sport. Und jetzt will sie KOCHEN??? Am Ende noch ESSEN, was sie gekocht hat?
Frau Dienstag, kochen ist der Feind von Sport und vielleicht kann man nach dem Sport ESSEN. Aber statt Sport KOCHEN… ich glaube das ist nicht erlaubt. Und Frl. Krise – die arbeitet an einer eingebildeten Erkältung. Na toll. Von allen verlassen.
Bleibe ich eben auch zu Hause. Und schon breitet sich das schlechte Gewissen aus. Alleine zum Sport? Nee, darf man nicht.
“Was kochst du heute?”, frage ich den Freund.
Er so: “Ich dachte, heute koche ich mal nichts, weil wir ja noch so viel Brot haben.” Ich hatte am Samstag ein Brot gekauft und er zwei. Jetzt haben wir drei Brote.
Hast du keine anderen Probleme, Frau Freitag? Drei Brote und kein Sport – damit lässt es sich eigentlich leben. Na, ich sag mal, für mich ist das schon problematisch genug.
Gestern Abend hatte ich mich auch schon so aufgeregt. Über Frau Thomalla im Tatort. Wer denkt denn, dass so eine Kommissarin aussieht? Heute lese ich in der U-Bahn, dass Frau Thomalla über ihren Ausstieg bei Tatort gar nicht so traurig ist. Pfff, das wäre ja noch schöner, wenn sie dadrüber traurig wäre. Sie war ja von Anfang an eine völlige Fehlbesetzung. Und wer hat ihr denn zu diesem Haarschnitt geraten? Und wer hat ihr gesagt, dass sie in Senf gut aussieht? Ich finde Frau Dienstag sollte ihren Job übernehmen. Sie kann voll streng gucken und sie sieht aus wie eine Oberhauptkommissarin. Und wenn ihr die Mitarbeiter auf der Nase rumtanzen, dann sagt sie: “Ich geh jetzt nach Hause. Kochen.”
Frau Dienstag, beschwer dich später nicht bei mir, dass sie dich nicht beim Tatort genommen haben, weil du so dick geworden bist. Jeder ist seines Glückes Schmied.