Einstieg in ein neues Thema


Ich bin platt. Als ich eben die Schule verlassen habe war es schon dunkel!!!! Das geht doch nicht! Da finde ich doch gar nicht mehr auf den Tennisplatz. Ich dachte immer die Lehrer haben nachmittags frei…

Heute bin ich mal wieder an meine Grenzen gebracht worden. Siebte Klasse. Sie kommen rein – nein sie stürzen rein, rennen, schreien, schmeißen sich auf die Tische, die Tische verrücken in schiefe Anordnungen, sie hauen sich, kreischen, machen Geräusche, die Luft wird dünn. Ich gucke mir das an und denke: Warum machen die so? Macht nicht so! Seit ruhig und lieb. Bewegt euch nicht so viel. Das ist mir hier alles zu wuselig, zu hektisch. Die sollen sich hinsetzen.
„Hinsetzen bitte“ sage ich. Mist, wo ist der Sitzplan? Such, such, nicht find! Nervös werd! Wenn ich den nicht finde, dann weiß ich gar nicht mehr, wie die vor den Ferien gesessen haben. Scheiße, verdammt.

Aber dann gehen sie irgendwie von selbst auf die Plätze, auf die ich sie gesetzt hatte. Ohne Murren. Super. Ich lasse sofort einen Sitzplan zeichnen. Murat soll das machen, dann stresst der mich wenigstens nicht in den nächsten 4 Minuten. Es klingelt.

Und jetzt kommt’s – wieder ein Trick – Lehrerfreunde aufgepasst: Ich möchte, dass alle ihre Sachen für den Englischunterricht auf den Tisch tun. Zu Stundenbeginn haben das nur vier Schüler gemacht. Innerlich rege ich mich schon darüber auf, sage aber: „Toll, Vanessa hat ihre Sachen schon draußen, Cindy auch und Tarkan ebenfalls.“ Die Kleinen wittern leicht verdientes Lob und holen sofort ihr Zeug raus. „Ich hab auch!“ „Ich auch, gucken Sie!“ Und in null-komma-nix können wir anfangen.

Thema: food and drinks – ein sehr dankbares Thema. Wir fangen mit einem Spiel an. Motivationsfördernde Spiele im Englischunterricht…darüber müßte mal jemand eine Arbeit schreiben!!!!
„I tell you a word and you have to say a word that is related to my word.“
Schüler: ???????????????????????? „Sagen Sie auf deutsch!“ Nachdem wir die Regeln dieses Spiels geklärt haben und nachdem ich mal wieder froh bin, denen nicht Skat beibringen zu müssen fangen wir an. „I say spaghetti.“ Einige Schüler melden sich sofort. „Ja, Umut“
„Döner!“
„No, erstens ist Döner kein Englisches Wort und zweitens hat das nichts mit Spaghetti zu tun. Noch mal. I say spaghetti. Yes, Vanessa.“ „Tomato soup.“ Tarkan: „cheese!“ Dann kommt nur noch „Lamachun, Börek und Red Bull, gepaart mit einem erheblichen Motivationsabfall. Ich baue spontan einen Phasenwechsel ein. Wahrscheinlich fetzt das Spiel nicht, weil dabei niemand gewinnen kann. Also mehr Wettbewerb. „I need three girls and three boys up here.“ Alle wollen nach vorne. Ich nehme die Nervtöter, denn dann habe ich sie in meiner Nähe. „Okay, tell me or food or drink word with e.“ „Ice cream!“ “ e – i gesprochen, wir sind im Englischunterricht!!! Schon vergessen?“ Mädchengruppe: „Mit i (e) gibt es kein Wort.“ Irgendwann finden wir dann noch egg. Nach einigem mehr oder weniger spannendem hin und her haben die Mädchen knapp gewonnen. Nun wird es höchste Zeit für ruhige Einzelarbeit. Um das zu merken muss man nicht mal studiert haben. Food alphabet. Um den Einstieg in diese Phase zu erleichtern, habe ich ihnen ein Blatt mit dem Alphabet kopiert und lasse es verteilen.

„Wie wird cucumber geschrieben, wie schreibt man apple, es gibt nichts mit b. Wie schreibt man Ananas, Frau Freitag?“
„Ich bin kein Wörterbuch, guckt im Englischbuch nach!“

Letzte Phase – Sicherung an der Tafel. Ein Riesenspaß! „Schreibt bitte die Wörter mit, ich habe schon gesehen, dass ihr viele Fehler gemacht habt. Also which words did you find with a?“
„Ananas!“ „Ananas heißt aber pineapple.“ lerne ich sie und schreibe das bei p hin. Sofort ein Aufschrei von einem Schüler hinten: „Aber da habe ich potato!“ „Wir sammeln ja auch möglichst viele Wörter.“

Nachdem ich dreimal gesagt habe, dass sie mitschreiben sollen und es bei niemandem angekommen ist, setze ich mich, als ich die ganze Tafel mit Essen und Trinken vollgeschrieben habe hin und sage: „Ich sammle die Blätter in zwei Minuten ein und da müssen mindestens die Wörter von der Tafel draufstehen. Und das zensiere ich und das wird eure Mitarbeitsnote für diese Stunde.“ Ruhe, ein paar abos und tschüchs und dann klingelt es endlich. Teaching English is sooo much fun!

Film geht auch nach den Ferien!


So, back to school. Zweiter Tag und ich muss sagen…@ läuft! Läuft super. Bin isch gute Lehrerin, oder was? Ich hatte am Sonntagabend allen Schülern via Facebook einen schönen Schulanfang gewünscht und meine Klasse gebeten, mich nicht so zu stressen. Und siehe da… vielleicht bin ich einfach noch zu erholt, oder sie haben sich einmal an ihre Versprechungen gehalten. Die Nervbacken kamen heute erst so spät, dass sie nicht mehr den herrlich ruhigen Unterricht stören konnten. Die anderen waren wie betäubt. Wahrscheinlich haben sie sich im Tiefschlaf zur Schule geschleppt und waren nur körperlich anwesend.

Gestern habe ich mit meiner Klasse in Englisch einen Film gesehen: „Können wir den nicht auf Deutsch gucken?“ Ronnie: „Dreckskacke, ich verstehe gar nichts.“ Didaktisch aber auf der Höhe der Zeit lies ich mich nicht erweichen und habe den Film gnadenlos auf englisch, mit englischen Untertiteln gezeigt. Effekt: Drei Schüler schienen einzelne Wörter zu verstehen, andere fingen an zu quatschen und der Rest lag mit dem Kopf auf dem Tisch und wachte immer nur kurz auf, wenn ich einzelne Szenen auf deutsch nacherzählt habe. Aber irgendwie schienen sie doch ganz interessiert. Gegen Ende der Stunde waren sie voll drin und es entspann sich eine herrliche Diskussion, wie der Film wohl weitergehen wird (leider in meiner Muttersprache, aber egal, immerhin diskutiert.) Bilal über die coole, grungige Hauptdarstellerin: „Sie ist irgendwie komisch.“
„Was meinst du?“
„Na, sie passt gar nicht zu uns. Sie ist voll nicht wie wir.“ Lernziel: Toleranz – mal wieder durch Irritation erreicht. Und gleich am Anfang des Films gab es Sex. Esras Aufschrei: „Ihhhhhhhh, die Schweine.“ wurde von mir mit einem kühlen: „Das haben deine Eltern auch gemacht, sonst wärst du jetzt nicht hier.“ gestoppt.

Heute haben wir den zweiten Teil des Film gesehen. Weil mir noch so gut in Erinnerung ist, wie ich es gehaßt habe, wenn meine Lehrer einen Film unterbrochen haben, um ihre dämlichen Verständisfragen loszuwerden, habe ich heute die ganze Stunde nur den Beamer arbeiten lassen. Jetzt höre ich euch schon denken: Kein Wunder, dass es eine ruhige Stunde war…wahrscheinlich noch auf deutsch… Nein, aber heute mit deutschen Untertiteln, sollen doch die Schüler wenigstens Deutsch in meinem Englischunterricht lernen. Englisch haben sie ja schon die letzten drei Jahre nicht gerafft. Ich mußte den Film mit den verständlichen Untertiteln zeigen, weil sie mir sonst heute alle abgekackt wären. Die nervtötende Marcellla hat nämlich die erste halbe Stunde gefehlt und somit hatten wir niemanden mehr, der uns zwischendurch alles erklärt. Wenn ich das immer mache, dann ist das doch recht lehrerzentriert. Hausaufgabe bis nächste Stunde: Eine Seite schreiben, wie der Film ausgehen könnte. Ich bin sehr gespannt.

Und dann hatte ich gestern noch Schantalle. Ihr wollt doch sicher wissen, was sie in ihrem Test geschrieben hat. Tja, da müsst ihr leider bis morgen warten, denn das ist eine längere Geschichte.
Aber wenn ihr noch mehr lesen wollt, dann zieht euch beim Frl. Krise mal rein, was Fuat für ein Volldepp ist.

Moderne Medien

Wenn der Lehrer das Internet entdeckt, dann hat es die Jugend schon fast wieder verlassen. Da ich zu den modernen jungen Menschen unserer Zeit gehöre, bin ich total für soziale Netzwerke.

Seit Jahren bin ich bei Facebook und besuche fast täglich meine Seite, auf der so gut wie gar nichts passiert. Vorbei sind die schönen Anfangszeiten, als ich noch Nachrichten bekam. Eigentlich bräuchte ich gar nicht täglich zu checken – es schreibt mir sowieso niiiiemand. Und neue Freundschaftsanfragen erhalte ich auch recht selten. Allerdings versuchen sich seit Jahren auch immer wieder Schüler mit mir auf Facebook anzukumpeln. „Hiiiie, Frau Freitag, ich bin’s Erdal, aus ihrer Englischklasse.“ Gerührt klinge ich immer auf – ablehnen.

In der Schule dann: „Frau Freitag, warum adden Sie mich nicht auf Facebook.“ „Erdal, ich kann nicht mit Schülern befreundet sein. Ich habe da meine Urlaubsfotos und das ist dann doch etwas zu privat.“

Erdal: „Ahhhh, Frau Freitag kifft.“

„Nein, darum geht es gar nicht. Aber Lehrer dürfen nicht mit Schülern befreundet sein.“

Aber eines langweiligen Abends habe ich mir dann eine Frau Freitag Facebookseite eingerichtet und meine Schüler gesucht. Stundenlang habe ich Freundschaftsanfragen verschickt und wurde herzlichst im Schülernetzwerk aufgenommen. Im Gegensatz zu den Schülern von Frl. Krise, trauen mir meine Schüler doch den Grad an Modernität, der zum Einrichten einer Seite dazugehört, zu.

Und als ich endlich drin war – Abooooohh, ich muss schon sagen – mein Leben hat sich verändert. Im Gegensatz zu meinem erwachsenen Facebookleben ist ja auf der Schülerseite geradezu die Hölle los. Da wird gechattet, und geaddet, dass es einem nie langweilig wird. Da gibt es Kommunikation non-stop. Und alle sind voll freundlich zu mir: „Frau Freitag, darf ich sie hier in Facebook duzen?“ Meine Standartantwort: „Geduzt wird erst mit Schulabschluss.“ Das allerschönste allerdings ist, dass sich niemand über meine schlechte Rechtschreibung aufregt. Die gehört geradezu dazu.

Ab und zu erinnere ich meine Schüler persönlich daran, dass sie die Englischarbeit nachschreiben müssen, erkundige mich aufopfernd und mitfühlend nach ihrer Genesung, wenn sie mal wieder nicht im Unterricht erschienen sind oder ich vertrödele einfach Zeit indem ich mit ihnen über sinnlosen Quatsch chatte.

Konflikte mit anderen Lehrern werden mir in ausführlichsten Berichten geschickt: „Und dann hat sie gesagt und dann hab ich gesagt und dann hat sie gesagt…“ Ich habe immer aufmunternde Worte und bin mir auch nicht zu schade, die Schüler für alles Mögliche im Nachhinein zu loben. „Ayla, heute hast du super mitgemacht in Englisch…so muss das immer sein.“

Ich kann nur sagen, die Einrichtung dieser Überwachungsseite hat sich voll gelohnt. Man sieht was die untereinander erzählen. Ich muss mich jetzt nicht mehr in der Pause an meine Schüler ranschleichen, um sie zu belauschen, sie liefern mir alles frei Haus – inklusive Urlaubsfotos aus Palästina und Kurdistan. Ich bin begeistert!!!!

Extremvorbereitet, na und?

Fröhlich vorbereitet stapfte ich also heute Morgen in die Schule. Eine Stunde vorm Unterricht. Kopierte noch was das Zeug hält, lochte, heftete und begab mich dann in den Raum und wartete auf die Schülerchen. Kommt doch, ich bin vorbereitet wie nie. Ha, was soll mir heute schon passieren. Ist doch alles geplant und jede Phase kleinstziseliert.

Und dann kamen sie,  gackerten sich in den Raum und ließen sich nieder. Noch vorm Klingeln waren alle, die an dieser Stunde teilnehmen wollten drin. Pünktlich konnte ich mit einer kleinen Einführung beginnen:

„Also ihr Lieben, letzte Woche hat mir der Unterricht nicht gefallen. Ich habe gemerkt, dass es hier doch ein sehr starkes Leistungsgefälle in der Lerngruppe gibt.“

Die Schüller: ????

Manchmal muss ich einfach über ihre Köpfe hinweg reden. Wenn sie jetzt noch nicht wissen, was ein Gefälle ist, dann macht das ja nichts. Irgendwann hören sie das Wort noch mal und denken: Ähhh, das kenne ich doch, das hat doch Frau Freitag in dieser total verkackten Endlosstunde gesagt, als wir in diesen Gruppen arbeiten sollten…  Sie wissen dann zwar immer noch nicht, was das Wort heißt, aber, was soll’s. Ich kann jetzt auch nicht nur und immer so sprechen, dass sie mich verstehen. Sonst hätte ich gesagt: „Letzte Woche, ja, war Unterricht voll mies scheiße, weil manche so null Checkung und andere erst voll Professor und voll mies abgestrebt und dann – gähn, weil zu leicht.“

„Jedenfalls habe ich mir was überlegt. Ich möchte euch in Gruppen setzen. Jeweils drei Leute in einer Gruppe. Jetzt gibt es ja verschiedene Möglichkeiten Gruppen zu bilden… blah blah blah“ Hier erläuterte ich ihnen die unterschiedlichsten Varianten. Und dann aber: „Ich will, dass der Zufall entscheidet. Wir losen die Gruppen aus.“

Und ab da ging es mit der Stunde bergab. Steil bergab! Ich weiß nicht wie, aber der Zufall dieser miese Hund, lost doch plötzlich Abdul, Bilal und Emre in eine Gruppe. Die anderen Schüler lachen. „Das wird eh nichts mit denen, Frau Freitag.“ Dann die drei Gackermädchen – alle in einer Gruppe. Für sie gleich wieder ein Grund loszugackern. Die anderen Gruppen gingen, aber die Schüler in den Gruppen waren eh unproblematisch.

So, die erste Aufgabe. In Folie mit Aufgabenbeschreibung hinten.

„Ähhhh, was sollen wir machen?“

Mustafa legt sich gleich auf den Tisch, ohne was zu lesen und macht die Augen zu. Die Aufgabe war, zunächst mündlich einen Text anhand von Fakten über Frau Freitag zu bilden. Späterer Transfer – Fakten über sich selbst aufschreiben. Noch späterer Transfer – einen Text aus diesen Fakten SCHREIBEN. 100 Wörter.

Die Schüler, die sich nicht gleich auf den Tisch legen, holen ein Blatt raus. „Ihr sollt jetzt noch gar nichts schreiben. Da steht: erst mündlich. Ich gehe von Tisch zu Tisch und erkläre die Aufgabe. Dann gehe ich von Tisch zu Tisch und zwinge jeden einen Satz zu formulieren. Dann gehe ich von Tisch zu Tisch und erkläre die zweite Aufgabe. Dann bin ich das von Tisch zu Tisch rennende Deutsch-Englisch Wörterbuch. Dann bin ich Zeitmahner und Ideengeber: „Dir fallen keine 100 Wörter ein zu deinem Leben mit 25? Was willst du denn später mal arbeiten?“ Dann bin ich Korrekturleser und Welterklärer. „Nein Emre, Bordell wird anders geschrieben. Da gibt es ein Englisches Wort. Meinst du hier du hast pupils gekillt oder people? Du meinst dafür bekommst du nur vier Jahre Haft?“

Kurz gesagt am Ende der Stunde hatten eine handvoll Schüler einen Text mit 100 Wörtern und die meisten nicht mehr als: I live in Germany. I have one brother and one sister. My hobby is football play and basketball play.

Beim Klingeln war ich fix und fertig. Aber wenigstens habe ich meinen Unterricht bis zu den Herbstferien vorbereitet, denn wir haben heute nur eine von den sechs Aufgaben geschafft, die ich mir gestern ausgedacht habe.

Nur wenn und dann auch nur vielleicht…

So. Eventuell gibt es einen großen Bus. Aber dann auch nur mit 72 Plätzen. Ich werde wahrscheinlich gar nicht alle Schüler mitnehmen können, die bezahlt haben. Ich werde eine Schindler-Liste erstellen. Als erstes fliegt Abdul, der hat bisher noch nicht bezahlt und der kann die 40 Euro dann in Gold anlegen.

Dann streiche ich Mehmet, weil ich den seit der Geldübergabe nicht mehr gesehen habe. Nein, ich habe ihn gesehen, am Donnerstag – vor der Schule – rauchend.

„Sag’ mal Mehmet, was soll denn die Scheiße jetzt.“ Ich bin echt sauer und dann habe ich manchmal ein leichtes Tourettesyndrom. „Heute Morgen hast du gesagt, du gehst mal kurz zur Geschichtslehrerin und dann tauchst du gar nicht mehr auf. Den ganzen Tag nicht!“ Mehmet stammelt, überlegt. Man sieht Dampfwolken aus dem Kopf aufsteigen: „Ich war, ich war,…“ er guckt zu seinem Freund Mustafa, der mit einem Zettel neben ihm steht. „Ich war OSZ.“ „Ach ja? Wo denn?“ „Na OSZ.“ Als gäbe es nur ein Oberstufenzentrum in ganz Deutschland. „Wo war das denn genau?“ Mehmet nimmt den Zttel von Mustafa und sucht nach einer Adresse. Ich hab die Faxen dicke: „Ach lass Mehmet, verarschen kann ich mich alleine.

Der kommt jedenfalls nicht mit. Und dann werde ich die Schüler strafen, die nicht am Donnerstag, sondern ganz mananaesk erst später bezahlt haben. Ich werde denen schon noch die deutschen Tugenden beibringen!!!

Heute Nacht bin ich um 2 Uhr aufgewacht und habe überlegt, ob ich überhaupt fahren soll oder nicht. Ich habe die einmalige Chance, alle vermissten Bücher bezahlt zu bekommen, denn ich habe ja quasi von jedem Schüler 40 Euro. Jedes Jahr heißt es: „Ich schwöre ich habe mein Buch hier bei Sie gelassen. Ich zahle das nicht!“  „Ich habe keins bekommen!“ „Sie haben es geklaut!“ Dass sie dann nur eine Kopie von ihrem Zeugnis erhalten juckt sie wenig. Wenn ich ihnen 20 Euro abziehe und sie nicht mit in den Heidepark können, weil sie mir wahrscheinlich nicht noch mal 20 Euro mitbringen werden, das würde sie ziemlich jucken.

Am Montag knüpfe ich die Buchabgabe als Bedingung an die Mitfahrt in den Heidepark. Als Lehrer hat man so selten die Möglichkeit der Erpressung. Das muss man richtig auskosten.

In meiner  nächsten Klasse werde ich ganz am Anfang Geld für eine Klassen fahrt einsammeln und davon dann die restlichen Jahre die verschollenen Schulbücher bezahlen. Oder ich gebe die nur gegen ein Pfand raus. Ich glaube so was nennt man fächerübergreifendes Lernen. Und ich find’s ganz großartig.

Zwischenbericht

So, morgen wird’s Ernst. Morgen werde ich erfahren, wie viele Kinder denn nun wirklich in den Heidepark müssen und dementsprechend das Geld und die Einverständniserklärungen ihrer Eltern mitbringen. Ich habe keine Ahnung was mich erwartet. Von „Hier sind 50 Euro – behalten Sie den Rest.“, bis „Ach Heidepark ist doch schwul, ich will da doch nicht hin.“ rechne ich mit allem.

Ansonsten bin ich gut ausgerüstet für den morgigen Tag – da werden nämlich alle Klassenstufen, die das Glück haben, von mir unterrichtet zu werden, die Flaggen der WM-Teilnehmer ausmalen. Dank der innovativen Frau Dienstag, retten wir uns nun schon durch diverse W- und EM’s mit dem gleichen Arbeitsblatt. Geht mal ins Internet und gebt dort WM und Schule oder Unterricht ein. Da kommen dann Seiten, auf denen man erstmal Romane über die Armut in Südafrika lesen muss, Abhandlungen darüber, wo Nike seine Fußbälle nähen lässt, pro und contra Debatten über das Nationalgefühl während einer Fußball WM. Aber nirgends ein simples Flaggenausmal-Ländersuch-Blatt. Frau Dienstag – lass das Blatt drucken und tingle durch die deutschen Schulen und werde reich. Brauchst du nie mehr zu unterrichten.

Langsam erhole ich mich auch vom anstrengenden Partywochenende und kann wieder lächeln. Heute noch schön Vuvuzelas hören und Südafrikaner gucken, dann schlafen, dann Geld einsammeln, Flaggen ausmalen, nach Hause, wieder Fußball usw. Besser kann doch ein einzelnes Leben gar nicht sein.

Schüler mal wieder irgendwo abholen

In der kleinen Pause hole ich unauffällig den WM Spielplan aus meiner Schultasche und blättere darin rum. Sofort bin ich umringt von den Jungen meiner Klasse.

„Abooo, ist das der Spieleplan?“ fragt Abdul. „Brasilien gewinnt sowieso.“ flüstert Mehmet.“ Storyyyy, Spanien oder Argentinien! Messi, der spielt übertrieben!“ mischt sich Harun ein. Wir befinden uns in der schönsten Spezialistendebatte. Ich gucke in den Spielplan „Ähhhh, wann spielt denn die Türkei?“ „Hahaha Frau Freitag, sehr witzig.“

„Zeigen Sie mal, wer zuerst spielt!“ Ich schlage die Mittelseite auf, mit der Übersicht von allen Spielen. In der Gruppe D finde ich Deutschland. Deutschland ist rot, die anderen Länder sind schwarz.

„Ah, hier, Serbien gegen Ghana, das ist doch unsere Gruppe. Und dann Deutschland gegen Australien.“ Und darunter steht Deutschland gegen Serbien. „Boaaahhh“ sage ich mit überzeugenden Entsetztheit „Das ist ja gemein. Voll fies von der FIFA…“

„Was denn?“ „Was ist gemein, Frau Freitag?“ jetzt hab’ ich sie. Alle hören mir aufmerksam zu.

„Na hier,“ ich halte meinen Finger auf den Kasten mit der Gruppe D „das ist doch voll ungerecht, Deutschland spielt erst gegen Australien und am gleichen Tag müssen die auch noch gegen Serbien antreten.“

„Das ist doch nicht am gleichen Tag, Frau Freitag.“

„Doch hier guck doch mal, Abdul. Erst steht hier Australien und darunter steht gleich gegen Serbien. Da haben die doch gar keine Zeit sich auszuruhen.“

„Aber das ist nicht gleich danach. Gucken Sie!“ Abdul zeigt mit dem Finger auf die winzigen Daten über den Ländernamen. „Hier, gegen Australien am 13. Juni und gegen Serbien am 18. Juni.“

„Ach, echt? Ja, stimmt, darüber steht ja das Datum. Hab’ ich gar nicht gesehen. Das ist aber auch kompliziert, das muss man erstmal verstehen.“

„Tja,“ sagt Abdul stolz „da muss man eben ganz genau hingucken!“

Jetzt hab’ ich ihn. Ich hole den Vertretungsplan von letzter Woche aus der Tasche „Ach ja, Abdul? Genau hingucken? Dann erkläre mir mal, weshalb du letzte Woche dreimal nicht bei Französisch warst, das steht doch hier, dass der Unterricht nicht ausgefallen ist.“

Abduls Mund verkrampft sich „Ach…Französisch…ich dachte…also…hab ich gar nicht gesehen…“

„Ja Abdul, wie du so schön sagtest – da muss man eben mal ganz genau hingucken.“

Frau Freitag hat voll Bodyguard

So. Geschafft. Und ich muss sagen: Hat Spaß gemacht. Ich war gleich wieder voll drin.

„Frau Freitag, wen finden Sie besser Mehrzad oder Menowin?“

„Ich habe keinen Bleistift mit.“

„Können wir nicht was anderes machen? Die Aufgabe ist langweilig.“

„Kann ich aufs Klo?“

Als wäre nichts gewesen. Nur ich war vielleicht etwas erholter, als sonst und habe dementsprechend wenig rumgemeckert. Allerdings kam ich in der letzten Stunde schon sehr nahe an meine Grenzen. Vorsorglich hatte ich mir schon Putzzeug besorgt, um am Ende der Doppelstunde einen Phasenwechsel – Lernziel: Tische von Frau Freitag sauber machen – einzubauen. Allerdings kam alles ganz anders.

Plötzlich geht die Tür auf und Samira aus meiner Klasse kommt rein. Die siebte Klasse, die ich versuche noch die letzten 20 Minuten im Zaum zu halten, gibt ein grauenhaftes Bild ab. Lautes Rumgekreische, Murat am Straftisch direkt neben der Tafel schaukelt seinen Oberkörper vor und zurück und rappt dabei. Alle Mädchen stecken die Köpfe zusammen und quasseln ohne Pause. Der adipöse Dirk hat sein dickes Bein auf dem Nachbarstuhl, lehnt sich zurück und diskutiert lautstark mit der ganze Klasse. Dschinges und Ali unterhalten sich durch den ganzen Raum über ihre Penisgrößen. Hassan latscht durch die Klasse und schmeißt Federtaschen runter.

Samira setzt sich neben mich ans Pult und erzählt, dass sie aus dem Englischunterricht geflogen sei. Dann guckt sie sich stumm das bunte Treiben an. Plötzlich springt sie auf und schreit: „SEID DOCH MAL LEEEEISE. SPINNT IHR? IHR HABT UNTERRICHT. WAS SEID IHR FÜR EINE KLASSE?“

Die Schüler sind sofort muksmäuschen still. Dann zeigt sie auf den dicken Dirk: „Ey, du da hinten. Du denkst wohl du wärst voll der Coole.“

Dirk: „Meinst du mich?“

„Nein, ich meine nicht dich, ich meine den hinter dir.“ Hinter Dirk sitzen Susie und Emma.

„Natürlich meine ich dich! Sag‘ mal wie benimmst du dich hier eigentlich?“ zu mir: „Frau Freitag, ist der immer so?“ Ich nicke. Zu Dirk: „Merkst du nicht, dass du die ganze Klasse kaputt machst? Du denkst du wärst coll? Cool bist du, wenn du hier in der zehnten Klasse bist und den Realschulabschluss geschafft hast.“ Dann zu allen: „Ihr könnt euch doch nicht so benehmen? Denkt ihr nur weil Frau Freitag nett ist, könnt ihr hier so einen Larry machen? Wenn man in der siebten Klasse schlecht ist, schafft man auch die andern Klassen nicht. Was wollt ihr denn mal werden? Ihr braucht doch einen Schulabschluss.“ Allgemeines Schweigen. „Sie müsste voll in unserer Klasse sein, abooo“ flüstert ein Mädchen. Dschinges sieht mein Grinsen: „Guck‘ wie Frau Freitag grinst. Sie hat voll Bodyguard.“ Und recht hat er.

Ich lasse Samira die Klasse bis zum Klingeln in Schach halten. Inklusive: „Frau Freitag hat den Unterricht noch nicht beendet! Also setzt euch alle wieder hin!!!“ Beim Rausgehen werfen alle noch mal einen ehrfürchigen Blick auf Samira, die ihren Auftritt auch genossen hat.

Wir gehen gemeinsam die Treppe runter: „Sag mal Samira, willst du nicht Lehrerin werden? Das hast du so gut gemacht eben.“

„Ich Lehrerin. Abooo. Mit solchen Spastenkindern…niemaaaals“

Aber vielleicht kann ich sie immer montags in den letzten Stunden als Dompteur engagieren.

Die Kraft der Klasse fördern (Teil 4)

(Was bisher geschah: Frau Freitag hat Schimpfwörter mit ihrer Klasse bearbeitet. Die Klasse wußte krass viele Schimpfwörter. Jetzt überlegt Frau Freitag, wie sie weiterarbeiten soll. Sie sucht Rat…)

Wo ist denn das Kapitel,… Regeln und Rituale, Insider – Outsider, Ärgerrunde…ah hier: Ich sag am liebsten Arschloch…Möglichkeiten zur Weiterarbeit…Bewertung von Schimpfwörtern… und hier stehen auch Beispiele für Beleidigungen: Schattenparker, blinde Kuh, Doofnase, Zicke, Brillenschlange…, wie soll ich denn jetzt weitermachen? Wir müssen die doch jetzt alle auswerten und besprechen,  Rollenspiel, Alternativen finden, kategorisieren, welche Schimpfwörter besonders verletzen, welche häufig, welche selten vorkommen. Alternativen finden…Alternativen finden… das ist die Idee.

Ich habe die Schüler aufschreiben lassen, was man statt einer Beleidigung noch sagen kann. Da kamen ganz gute Sachen raus. Lieblingsspruch der Schüler. Talk to the hand. Lass dir mal einen Termin bei meiner Sekretärin geben. Anscheinend mangelt es ihnen nicht an Ideen sich schimpfwortfrei auszudrücken. Ich habe dann zu Hause alles getippt und da kamen fünf Seiten raus. Die habe ich auf farbige Blätter gedruckt und laminiert. Ich wollte, dass jeweils sechs Gruppen alle Sprüche zur Verfügung haben. So als eine Art Kartenspiel.

Mein Plan war so: Die Schüler sitzen zu fünft um die Tische rum und der der dran ist würfelt. Bei eine 1 oder einer 6 darf er sich eine Person aussuchen, die er beleidigt. Diese Person nimmt dann eine Alternativenkarte von einem Stapel und antwortet mit dem Spruch, der da drauf steht auf die Beleidigung. Dann entscheidet die Gruppe, war das gut, hat der Spruch gepasst oder nicht. Aber irgendetwas gefällt mir an dieser Stundenplanung nicht. Der Herr von Gegenüber sagt, dass er die Beschimpfungen vorgeben würde. Frau Dienstag hätte die ganze Einheit sowieso nicht durchgeführt, da sie den verbalen Schmutz nicht ertragen hätte. Sie hätte von Anfang an die Zügel fest angezogen und schon ein harmloses „Scheiße“ mit drakonischen Strafen belegt.

Ich rufe Frl. Krise an: “Frl. Krise, ich habe den Eindruck, dass die Schüler viel mehr Schimpfwörter benutzen, seit ich mit dem Thema angefangen habe. In dem Buch stand doch, dass die das Interesse daran verlieren sollen. Haben sie aber nicht. Und jetzt habe ich Angst, wenn ich diese Stunde machen will, mit den Alternativen, dass die sich dann nur wieder krasse Beleidigungen ausdenken.“

Frl. Krise erzählt mir, dass man früher in der Biologie  zur Einführung  in Sexualkunde die Schüler immer alle Begriffe für das männliche Geschlechtsteil aufschreiben lassen hat und das Ergebnis war nur, dass dann auch die ahnungslosen, gut erzogenen Schüler ihren perversen Wortschatz erweiterten.

„Warum beendest du das nicht einfach und fängst was Neues an?“ „Aber jetzt habe ich doch die ganzen laminierten Karten und was sollen denn die Schüler dann denken, wenn wir das einfach nicht weiter machen? Die erwarten doch jetzt eine Art Auflösung des Ganzen.“

Frl. Krise überzeugt mich, dass die Schüler sowieso nicht erkennen, dass die Lehrer beim Unterrichten so etwas wie Struktur im Kopf haben. Die würden das nicht merken. „Geh einfach rein, verbiete alle Beleidigungen und fang ein neues Thema an.“ rät sie mir.

Ich habe mir aus der Bibliothek „Billy Elliot – I will dance“ ausgeliehen. Ein Film über einen zwölfjährigen, der Tänzer werden will. Kein Schüler verlangt nach einer Aufarbeitung der Schimpfwörterstunde. Ich starte den Film. Die Schüler legen die Füße auf die Stühle, packen ihr Frühstück aus und entspannen sich. Als Billy bei der Ballettstunde der Mädchen mitmacht, schreit Abdul: „Schwuchtel, Homo, Halbjunge.“ Ich tue so, als höre ich ihn nicht, gehe zum Fernseher und drehe den Ton auf maximale Lautstärke.

Die Kraft der Klasse fördern (Teil 3)

(Was bisher geschah: Frau Freitag bearbeitet Schimpfwörter mit ihrer Klasse und analysiert jetzt zu Hause die Arbeitsergebnisse…)

Diese Beleidigungen kommen in unserer Klasse vor:

Hurensohn, Missgeburt, Opfer, Spast, Hurentocher, ich fick deine Mutter, Krüppel, x-Bein, Sandmann, Sat1, Liliputaner, Bikini, Riese, dein Vater fickt deine Mutter ohne Schwanz, Fettsack, Bohnenstange, Votze, Schwein, Christ, Rassist, Scheißjude, Scheißkartoffel, Fixer, halt die Fresse, Elefant, Nutte, Schlampe, Nazi, Neonazi, ich steck meinen Schwanz in dein Mutters Votze, Schwuchtel, Ich fick deinen Opa , Schwuler, Lesbe, Zwerg, Arschloch, Arschgeburt, deine Mutter schneidet Glatze, weil sie Angst vor Nazis hat, Fisch, Zigeuner, Assi, Obdachloser, blöde Kuh, Riesenkopf, Streber, gestern war deine Mutter bei mir, Kopftuchmafia, deine Mutter hat Kopftuch und denkt sie wäre 2pac, Scheißtürken, Steinewerfer, PLO, ich fick dein Mutters Muschi, deine Mutter steckt jeden Tag Dildo in den Arsch, dein Vater hat nur ein Bein, dein Vater stinkt aus dem Mund wie eine Kuh aus dem Arsch, deine Mutter hat Vierecktitten, dein Vater rennt gegen die Wand und sagt entschuldigung, dein Vater tretet in Kacke und sagt entschuldigung Bruder, deine Mutter ist so fett, wenn sie gelben Pullover anzieht und von Fenster springt, man denkt die Sonne geht unter, ich ficke deine Mutter und dein Vater isst Popkorn, dein Vater sagt zu dein Mutter gib fünf, obwohl sie nur drei Finger hat, dein Mutter blockiert dein Vater bei MSN, dein Vater geht zum Pokertisch und sagt MauMau, dein Mutter bricht in ihr Eigenenwohnung ein, Schwuchtel, dein Vater kackt im Schlaf, Herr Askott ist notgeil, dein Vater braucht Landkarte um dein Mutters Muschi zu finden, dein Vater hat vier Beine und lacht über Tadeus, deine Mutter wird beim Kacken verhaftet, Fick deine ganze Sippe, du kannst mich mal am Arsch lecken, leck dich, Zwitter, Homosexueller, blas dir mal eine rein, fingern, deine Mutter rennt gegen die Wand und sagt sie hat Kopfschmerzen, deine Mutter ist Arschgeige, deine Mutter hat nur einen Zahn und geht zum Zahnarzt, deine Mutter hat nur ein Bein und lacht über Krüppel, Fischkopf, Achselhaare, Axelschweiß, Hässlichkeit, Hundekind, Votzenkind, Schwanz, Behinderter, ich fick deine Fotze (auf türkisch), Brillenschlange, leck meine Eier, du kannst mal meine Eier schmatzen, Wichser, Tarzan, roll mal weiter, Kartoffel, Nachgeburt, Messi, Fickfehler, Ausrutscher, Votzenlecker, dein zu hause ist eine Mülltonne, Judenschwein, geh mal Kacken, Penner, Stinktier, dein Vater hat sieben Eier, deine Mutter hat ein Auge und lacht über Cyclopen, Standgebläse, Transe, heul doch, Heulsuse, TTT (Toilettentieftaucher), feuchte Nutte, Kanake, Kartoffel, Polake, Fettfinger, geh mal in den Puff, deine Familie versucht Hitlers Familie nachzumachen, Pornolocke, Finger dir eine beim Schlafen, arschgefickter Hurensohn, deine Mutter hat Glatze und lacht über Britney Spears, deine Oma versteigert Dildos bei Ebay, deine Mutter hat Achselhaare und kämmt sie jeden Tag, deine Oma verkauft Drogen, dein Opa verkauft Haschisch, deine Oma fährt Motorrad und geht in die Disco, deine Mutters Nippel sind dick, du abgefickter Nuttensohn, deine Mutter schwitzt beim Kacken, auf deiner Mutters Stirn ist ein Schwanz, deine Mutter klaut Grabsteine beim Juden, dein Vater ist Standgeburt, deine Mutter hat drei Titten, deine Mutter hat keine Titten, Fehlgeburt, dein Mutter hat ein Ei.

Hmm…

Ich gucke mal, was die in dem Buch jetzt vorschlagen.