Der Plan

Im Sommer hatte ich mir überlegt, dass ich gerne Romance Novels schreiben möchte. Im Urlaub habe ich einen Danielle Steel Roman gelesen und hatte richtig Spaß daran.
„Findest du nie wieder diese Bücher, weil die so ein Trash sind, schmeißt die jeder immer gleich weg“, sagte mein Freund. Aber das stimmt nicht. Gleich am nächsten Tag fand ich einen weiteren Roman von ihr. Für nur 25Cent. Und das Komische ist, dass der erste und der zweite Roman sich total ähnlich waren. Jedes Mal ging es um eine Frau, die mit einem erfolgreichen Mann verheiratet ist und sie hat zwei Kinder. Immer einen kleinen Jungen und eine ältere Tochter und dann hat sie noch ein kreatives Talent, das sie allerdings nicht ausleben kann, weil sie ja die Kinder aufziehen und sie immer rumfahren muss. Und dann läuft es mit ihrem Mann nicht mehr so gut und irgendwas Krasses passiert und dann kommt ein Witwer, der voll nett ist und der schafft es irgendwie, sie wieder dazu zu bringen ihre Kreativität auszuleben. Beim ersten Buch war es Malen und beim zweiten Fotografieren. Ich dachte – das kann ich doch auch. Ich weiß zwar nicht, wie das ist in einem Vorort zwei Kinder aufzuziehen, aber das kann ich mir ja dann bei Danielle Steel abgucken. Ich war begeistert von meinem Plan solche Bücher zu schreiben und dachte schon über ein schönes Pseudonym nach. Irgendwas mit Gold, oder so.

Aber jeder dem ich davon erzählte verzog nur die Mundwinkel. „Warte, warte, guck mal, was bei ihr hinten draufsteht… 650 mil. sold copys! Stell dir doch mal vor 650 Millionen verkaufte Bücher! Davon kaufe ich ein Haus mit weißen Säulen!“ Nix zu machen. Ich stehe immer noch ganz alleine da mit meiner tollen Idee. Aber die werden schon noch sehen, wie super das wird. In dem Haus mit den Säulen richte ich dann ein Altersheim ein, wo alle meine Freunde, die keine Kinder haben, wohnen können. Und dann werden sie froh sein, dass ich jahreslang diese Liebesromane geschrieben habe, weil sie sonst alle in so einem ganz schlimmen staatlichen Altersheim hätten wohnen müssen. Auch du, Frau Dienstag. Ist ja auch nicht gesagt, dass die Freunde von mir, die Kinder haben dann später bei denen wohnen. Ich glaube das geht nur, wenn man seine eigenen Eltern auch bei sich wohnen läßt. Das steht doch in diesem Generationenvertrag. Kein Recht auf Aufnahmen, wenn man selbst nicht…
Ich finde das ist ein ganz hervorragender Plan. Danielle ist mein großes Vorbild. Ich glaube ich fange gleich an zu schreiben.

„Sarah Whitmann sah noch immer super aus war noch immer eine attraktive Frau, obwohl sie nach der Geburt ihrer beiden Kinder Esra und Jeremy und der Renovierung ihres stattlichen Landsitzes eigentlich….“

Advertisements
Allgemein

13 Gedanken zu “Der Plan

  1. Also…ich würde das vielleicht nicht lesen. Aber meine Oma schon. Wenn du also bei dem Versuch meine Oma glücklich zu machen reich werden willst….warum nicht 🙂

  2. …. Ringe unter den Augen hätte haben müssen. Zwei Neugeborene und die Handwerker gleichzeitig im Haus, da bleibt einem nicht viel Zeit für Schlaf. Doch Sarah stemmte das. Wie ihre Großmutter immer sagte „Die Frau ist das Rückgrat des Mannes, ohne sie ist er nichts“. Es war kurz nach Acht Uhr morgens, Sarah bereitete gerade die Fläschchen für ihre beiden Sonnenscheine zu. „Das muss der Schreiner sein“, dachte sie und ging zur Tür. Doch als sie die Tür öffnete sah sie etwas ganz Erstaunliches. Der….

    (Wer will bitte hier einsteigen)

  3. …. Ringe unter den Augen hätte haben müssen. Zwei Neugeborene und die Handwerker gleichzeitig im Haus, da bleibt einem nicht viel Zeit für Schlaf. Doch Sarah stemmte das. Wie ihre Großmutter immer sagte „Die Frau ist das Rückgrat des Mannes, ohne sie ist er nichts“. Es war kurz nach Acht Uhr morgens, Sarah bereitete gerade die Fläschchen für ihre beiden Sonnenscheine zu. „Das muss der Schreiner sein“, dachte sie und ging zur Tür. Doch als sie die Tür öffnete sah sie etwas ganz Erstaunliches. Der….

    (Wer will bitte hier einsteigen)

  4. Wenn man mit Schrunz Geld verdienen will, würde ich die Erotik-Sparte empfehlen – selbstredend nur als E-Book (da kann man das auch heimlich auf dem Kindle lesen) – komm, Frau Freitag – fünf Bücher lesen und das sechste schreiben Sie selbst.

  5. Lieferwagen, der vor dem Nachbarhaus parkte, schien eher von einer Möbelspedition zu stammen, und das Klingeln, das sie aus ihren alltäglichen Verrichtungen gerissen hatte… Es musste der attraktive ältere Herr gewesen sein, der nun aber schon wieder zu den Möblepackern zurückgeeilt war und Anweisungen zu geben schien. Sollte das leerstehende Haus wohl wieder einen Bewohner gefunden haben?

  6. Ach, dann kaufe ich mir auch mal so ein Buch und schreibe dann vielleicht auch so, das ginge auch abends mit müdem Hirn eher, als mein Roman mit 6 Geschichten gleichzeitig, welche sich verweben und mich langsam selber verwirren…ich muss schon Papieraufzeichnungen, Scripts machen um zu schauen wer zu wem gehört und warum…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s