Ein unnötiger Mittwoch

Ich will ein Pony.
Heute kam ich mal früher als sonst nach Hause und hatte mir schon auf dem Weg überlegt, was ich mit meiner Zeit alles anfangen könnte. Was ich alles erledigen werde. So viel wegschaffen könnte ich heute – an einem einzigen Nachmittag…
Und dann komm ich rein, kriege Mittagessen – wie ein Schüler, nach dem Schultag zu Oma geht. Dann: „Ach ich leg mich mal kurz auf die Couch ab. Habe gerade ein dolles Müde in mir.“ Auf der Couch surfe ich ein wenig durchs Internet – hierhin – dahin- dorthin- zurück zu dahin… und plötzlich schlummere ich ein, in einen tiefen Schlaf. Durchgepennt bis 17 Uhr und dann zum Sport – noch mit den Kissenabdrücken auf der Backe. Mittagsschlaf – ist eigentlich gar nicht mein Ding… und geschafft habe ich außer Schlafen GAR NICHTS!!! Unverschämt. Und jetzt bin ich schon wieder auf der Couch, schaffe es gerade noch, mich mit den Pralinen vollzustopfen, die ich zu Weihnachten bekommen habe.

Soll ich mir ein Pony kaufen? Ich könnte doch zur Schule reiten. Wir hätten sogar einen Hof, wo das Pony warten könnte, bis ich fertig bin. Da kommen auch keine Schüler hin. Mein Pony könnte auf keinen Fall auf dem normalen Schulhof stehen. Es gäbe bestimmt Schüler die mein Pony ärgern würden, aber die meisten würden es streicheln wollen. Mit dem Pony zur Schule kommen ist doch auch nicht so anstrengend, wie mit dem Fahrrad. Und ökologisch wertvoller, als mit dem Auto. Warum macht das denn keiner? Aber wo kriege ich denn ein Pony her und was kostet so ein Tier? Vielleicht sollte ich mich ins Umland versetzen lassen. Da kommen bestimmt ganze Dorfschulkollegien mit Ponys zum Dienst.

Ach, mein Leben ändert sich ab Freitag: Hamsa – mein persönlicher Sargnagel auf der doofen Achten Klasse wird morgen in eine andere Klasse versetzt. Er ist dann einfach weg. Ich kann es noch gar nicht glauben. Jetzt habe ich vielleicht noch mal eine neue Chance mit der Klasse. Jetzt verändert sich ja das ganze Gruppengefüge. Und für Hamsa ist der Wechsel ja auch eine neue Chance – noch mehr Lehrer in den Wahnsinn zu treiben, hahaha, nein, nein, nur Spaaaaß – er kann ja jetzt noch mal neu anfangen sich in einem ganz anderen Licht darzustellen. Vielleicht nutzt er ja die Chance und wird ein gaaaanz netter, lieber Schüler. Hahahahahaha Hoffnung hahahahaha.

Okay, jetzt Tagesschau. Kann man Ponys eigentlich im Internet bestellen. Und werden die dann geliefert?

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Allgemein

28 Gedanken zu “Ein unnötiger Mittwoch

  1. All the tired horses in the sun
    How’m I supposed to get any ridin‘ done? Hmm.
    All the tired horses in the sun
    How’m I supposed to get any ridin‘ done? Hmm.
    All the tired horses in the sun
    How’m I supposed to get any ridin‘ done? Hmm.

    Jetzt geht`s lohos!

  2. Das mit dem Einpennen ist mir heute auch passiert, dabei wollte ich heute so viel tun … Ich fühle da also mit Ihnen, es ist total ätzend (besonders, weil man danach so kaputt ist und das Zeitgefühl für den Tag auch im Eimer).

    Das mit dem Pony ist eine prima Idee! Bei Klassen mit sehr guter Führung ließe sich auch bestimmt noch fächerübergreifender Unterricht zaubern … Bio mit … Deutsch? 😀

  3. frau freitag, sie sind nun meine absolute heldin, weil sie – wahrscheinlich unwissendlich – einen brony-song gepostet haben, von my little pony – friendship ist magic.
    sie sind jetzt offiziell die coolste lehrerin aller zeiten.

      • ich würd sofort bei ihnen mein fürs studium benötigtes schul-praktikum machen. leider stimmen die fächerkombinationen nicht überein. sonst würd ich der doofen achten direkt einen vorschwärmen…

  4. Ja, so ein Pony ist sicher was Feines. Wenn es den Schulweg erst einmal kennt, läuft es ganz von selbst und man kann dann ein Nickerchen auf dem Heimweg machen. Oder auch morgens beim Hinweg, wenn man womöglich noch ganz müde ist.
    Blickt man auf, winken einem fröhlich die Schüler zu, die auch gerne so ein Pony hätten. Den besonders netten verspricht man, dass man sie auch einmal reiten lässt. Schon die Aussicht darauf macht glückliche Gesichter…

    Jawoll! Initiative „Ponys für den Lehrkörper – Glückliche Schüler für alle“ ist gestartet!!!

  5. Ich fürchte, Frau Freitag, so ein Pony hat zu hohe Folgekosten, als dass es sich dann rentieren würde. Zudem ist Reiten nicht weniger anstrengend als Radfahren. Schließlich sitzt man nicht nur auf dem Rücken rum und lässt sich hin und her schunkeln, nein, man muss sich mit dem Takt des Tieres bewegen und das geht mächtig auf die Oberschenkelmuskulatur und bringt nur Reiterhosen…die schwabbeligen.

      • Ja, aber dafür bekommt man ja Kindergeld…Ponygeld hingegen nicht. Wobei beides nicht reichen würde.
        Ich glaube da sind Sie mit dem Rad oder der Monatskarte immer noch am Günstigsten weggekommen….(Je nach Region unsere Monatskarten kosten 70 Euro…)

  6. Die Frage ist eher, wo verstaust du das Pony abends?
    Fahrradkeller ist ungünstig, Hufe und Treppen vertragen sich nicht.
    Schlafzimmer? Wieder das Treppenproblem und was dann dein bester Mann von allen dazu meint…

    Aber sehen würd ich das gern, also Frau Freitag auf einem Pony!
    (Gibts untern den Lesern Ponybesitzer?)

  7. Ja, Ponys kann man im Internet bestellen, die kommen dann per UPS (United Pony Service).. oder DPD.. (Deutscher Pony Dienst) den Deutschen Hottehüh Lieferanten (DHL) würde ich aber nicht nehmen, die packen die immer in die Packstation wenn morgens keiner zuhause ist.

    Kosten, naja, hier aufm Land zahlen wir so ca. 250,- Euro pro (großem) Hottehüh im Monat. Is also nicht ganz billig, am teuersten ist das Futter. Ponys dürften nur geringfügig billiger kommen.

    Bei Euch Stadtmenschen denke ich mal, kommt man da locker auf das Doppelte bis 3fache im Monat, denn während hier die Stallmiete spott billig ist und durch Weidenutzung nicht ganz soviel Futter gekauft werden muss, dürfte das in der Stadt dann ganz anders aussehen.

  8. Die Anschaffungskosten für so ein Arbeitstier sind gar nicht das Problem. Die Folgekosten schon. Mit Unterstellplatz, Tierarzt, Futter, ggf. jemand, der sich um das Tier kümmert, wenn Sie mal nicht können, adäquate Ausrüstung, … kommen schon einige Hunderter im Monat zusammen.

    Ein Bekannter von mir hat die monatlichen Kosten für ein Pferd auf 400 bis 700 Euro im Monat summiert (Jahresmittel). Ohne Anschaffungskosten.

    So von der Anstrengung her, sollten Sie sich aber eine Kutsche zulegen. Reiten ist nicht so ohne…

  9. Ach, Frau Freitag… 🙂
    Wissen sie was noch viel unnötiger ist als Mittwoch… Freitag!
    Nichts für ungut aber den könnte man, meiner Meinung nach,
    gleich streichen. Schule bis halb sechs…
    Ich glaube darauf könnte ich verzichten 😀
    Ach und das mit dem Pony daran hatte ich auch schon mal gedacht;
    eigentlich ein super Idee… das wäre dann das Pony-Prinzip, ha da kann EVA gleich einpacken XD

  10. Ein Pony… Sicher das das nicht zu klein ist?! (obwohl, so ein kleines knuffiges Shetty mit ner Kutsche… das wär was!)
    So ein Shetty wär ja auch ganz praktisch, um Klassenarbeiten, äh, Papiermüll zu entsorgen. Einige Schüler wären sicher froh drum… xD
    lg, Theni

  11. Schön zu wissen, dass man tatsächlich auch lebende Ponys im Internet kaufen kann. Dennoch- ein Pony? Ich weiß nicht, ob das so eine prima Idee ist. Wenn es regnet ist das mit dem Reiten so eine Sache, und wenn die Schüler doch zum Pony kommen…
    Und diese Umland-Sache, da muss ich die Illusionen leider zerstören. Auch wenn es sich bei uns anbieten würde, hat sich das Zur-Schule-Reiten leider nicht durchsetzen können. Ich glaube, das wäre auch nicht so gut. Nachher haben wir über siebzig Pferde an der Schule rumstehen, nee. 🙂

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