Ibo hat immer Hunger

Ibo sitzt am Tisch vor dem Lehrerzimmer. In sich zusammengesunken sitzt er dort. Ihm gegenüber seinen Klassenlehrerin, die wild auf ihn einredet. An der schmalen Tischkante ein älterer Mann mit schütterem Haar. Ich sehe ihn nur von hinten, aber die Szene erschließt sich mir sofort. Ibo bekommt einen Einlauf, in Anwesenheit seines Erziehungsberechtigten. Genussvoll nähere ich mich dem Trio. Ibo sieht mich und bekommt einen Schreck. Kurz bevor ich ins Lehrerzimmer abbiege, beuge ich mich noch zu Ibos Vater runter: „Ah, sie sind Ibos Vater?“ Er grinst mich flüchtig an, nimmt meine ausgestreckte Hand und erhebt sich kurz.
„Ich bin Frau Freitag, ich bin die Englischlehrerin von Ibo. Läuft nicht gut.“ stelle ich fest, gucke noch mal schnell zu Ibo. Message verstanden? Guckstu Ibo, ich habe mich deinem Vater schon vorgestellt. Die Hemmschwelle, ihn deinetwegen noch mal hierher zu bestellen ist gerade erheblich gesunken. Dann begebe ich mich gut gelaunt zu meinen Lehrerkollegen: „Guten Morgen, allerseits.“

Ibos Verhalten hat sich noch nicht merklich verbessert. In der letzten Woche hatte er deshalb auch schon eine Klassenkonferenz. Mist, Verena arbeitet wahrscheinlich schon an seinem Rauswurf. Der darf auf gar keinen Fall in meine Klasse kommen. Das halte ich nicht aus.

In der vorletzten Englischstunde kam er 10 Minuten zu spät. Seine Mitschüler arbeiteten bereits, da kommt er rein und steht da, mit den Händen hinterm Rücken. Ich gucke hinter ihn und da hat er zwei(!) fette Brötchen in den Händen. Da Ibo grundsätzlich zu spät und dann immer mit Essbarem in der Hand in meinen Englischunterricht kommt, schiebe ich ihn zur Tür und flüstere: „Du kommst hier pünktlich und ohne Essen. Und heute kommst du nicht mehr rein. Setz‘ dich draußen hin.“ Nach ein paar Minuten bin ich raus und habe ihm die Arbeitsblätter gegeben, die die Schüler in dieser Stunde bearbeiten sollten.

Nach 30 Minuten – und nachdem er wahrscheinlich seine beiden Brötchen vertilgt hatte, macht Ibo die Tür auf:“ Kann ich wieder rein?“
Ich gucke mich in der Klasse um. Alle Schüler arbeiten ruhig und konzentriert.
„Nein, heute arbeitetst du draußen.“
Am Ende der Stunde lobe ich die Klasse; „Heute habt ihr echt gut mitgemacht.“
„Ibo war ja auch nicht da.“ sagt Vanessa.

In der letzten Stunde kam Ibo dann pünktlich und ohne Essen. Allerdings hat er die Hälfte der Stunde nur Mist gemacht und sich erst in den letzten 10 Minuten dazu durchringen können zu arbeiten.

Im Lehrerzimmer treffe ich Verena.
„War das vorhin Ibos Vater?“
„Ja.“
„Was sagt der denn zu seinem unmöglichem Verhalten?“
„Der fragt: Was ist denn so schlimm daran, wenn Junge mit Essen in Unterricht kommt?“
„Tja, was ist daran so schlimm? Wahrscheinlich hatte er Hunger. Und warum darf er eigentlich nicht seine Jacke anlassen, wenn ihm doch kalt ist?“

Advertisements
Allgemein

34 Gedanken zu “Ibo hat immer Hunger

  1. Jacke, Essen, Getränke, Kaugummi, Käppi, Handschuhe, Händy…
    Frau Freitag, so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass Ihre Schüler GAR KEINE Freude am Unterricht haben dürfen….
    Die armen Geschöpfe…..!

  2. Man muss doch seine wichtigsten Bedürfnisse ausleben dürfen. Immer und jederzeit. Egal was es ist. So what? Genau so sehen sie es im TV, Internet ….. und hören es auch von ihren Eltern. Sehe ich täglich – egal, an welcher Schule.

  3. Bei Getränken sehe ich jetzt nun wirklich kein Problem. Wenn jemand Durst hat, soll er den auch löschen dürfen. Und man kriegt ja auch viel schneller Durst als Hunger. Außerdem macht Heizungsluft selbige auch gern trocken. Und ihr Lehrer könnt doch auch genauso im Unterricht ab und an mal nen Schluck aus ner Wasserflasche nehmen (oder Saft oder Limo oder was auch immer).

  4. Was die Jacke angeht, versteh ich die Aufregung echt nicht. Sie sollten bedenken, dass die meisten Ihrer Schüler ein vollkommen anderes Temperaturempfinden haben als der gemeine Nordeuropäer. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die meisten aus Ländern, die ein paar Tausend Kilometer näher am Äquator sind als Deutschland. Und auch wenn manche vielleicht hier geboren sind, ändert das nichts daran, wie zu Hause geheizt wird. Dass denen es dann in der Schule zu kalt ist, ist ja wohl selbstredend. Ich würde denen die Jacken lassen.

    • Rücksichtsvoll, aber trotzdem falsch gedacht. Wer wirklich friert, kann sich zunächst mal wärmer anziehen (Socken, Pullover, langärmeliges Hemd oder schlimmstenfalls lange Unterhose). Da braucht man keine Jacke.

  5. Papa Ibo weiss:
    Wer isst, ist beschäftigt und damit ruhig!
    Denken Sie an all die Kleinkinder, die, Brötchen oder Brezen in den Patschehändchen, friedlich vor sich hin mümmeln.
    Millionen Mütter können nicht irren!

  6. Ich würde sagen es STÖRT einfach immer wenn jemand im Untericht isst oder trinkt. Jedes geräusch kann stören oder andere ablenken. Und auch eine Dicke Jacke die jemand unnötigerweise anhat weil es ihm „kalt“ ist stört weil sie unterumständen unuterbrochen raschelt wenn der Schüler schreiben soll. Gegen kleine Sommerjäckchen macht Frau Freitag ja nichts das hat sie ja gesagt.
    Und die Schüler haben alle 45 Minuten mindestens 5 Minuten Pause(oder hat sich da was geändert). In den 5 Minuten sollte man genug Essen oder trinken können das es in der nächsten Stunde eben NICHT sein muss. Aber die Schüler trinken eben nicht in der Pause. Weil da hat man ja anderes zu tun. Es geht ja eigentlich in den meisten Fällen NUR darum den Lehrer zu stressen.

    Und deswegen würde ich wenn ich Lehrer wäre auch keinerlei Wasserflaschen auf den Tischen erlauben in meinem Unterricht. Dicke Jacken und Essen sowieso nicht.

  7. Die Einhaltung von Regel ist eine Frage des Respekts für das Gegenüber. Genau wie man sich bei einem Geschäftstermin in mit Schlips und Anzug bewaffnet (hat, früher), sollte man sich auch privat bemühen, mit seiner Kleidung und seinem Auftreten darzustellen, dass man sich – und wenn es nur ein kleines Stückerl ist – auf den Gegenüber einzustellen bereit ist.

    Es ist natürlich das Gegenteil dessen, was ein Schüler mit Jacke, Essen und Getränk signalisiert: „Ich muss (!) hier sein; lass mich in Ruhe; wenn du redet, leise!“. Es geht dabei nicht nur um den Lehrer, auch um die Mitschüler, die um ihre Chance auf halbwegs strukturierten Unterricht gebracht werden.

    Es steht einem Lehrer frei, die Regeln so zu lockern, dass sich alle wohlfühlen. Bei einer Klassenarbeit z.B. würde ich Getränke erlauben, solange alle sonst ruhig sind. Falls die Heizung ausgefallen ist, kann man natürlich die Jacke anziehen. Im regulären Unterricht gehen Essen, Getränke und Jacke natürlich nicht (ich würde da auch Kopfbedeckungen inkludieren, das war immer ein beliebter Streitpunkt in meiner Schule).

    Das klingt alles furchtbar konservativ, und das ist es wahrscheinlich auch. Ich muss aber dazu sagen, dass die weitaus meisten Menschen Minimalregeln automatisch einhalten, ohne dass sie sich dazu großartig Gedanken machen. Weil es höflich ist, weil man bei Treffen jeglicher Art meist etwas vom Gegenüber möchte, und natürlich auch, weil wir uns daran gewöhnt haben, achten die weitaus meisten Menschen vor dem Verlassen des Hauses auf angemessene Kleidung und Benehmen.

    Schüler sind in der interessanten Position, dass sie oft gar nicht da sein müssen, ihr Hauptinteresse darin besteht, von Autoritätspersonen in Ruhe gelassen zu werden und trotzdem in ihrem Lebenswandel kurzfristig komplett unabhängig von ihrem Auftreten in der Schule sind (im Gegenteil, negatives Auftreten wird oft noch goutiert – wenn auch nicht vom Lehrer). Dazu kommt, dass sie in einem speziellen Alter dazu neigen, jeden Anschein von Autorität bewusst zu provozieren; früher allein durch bestimmte Kleidung, heute eben durch nachgrade unsoziale Verhaltensweisen.

    Ich finde die Reaktion von Fr. Freitag in diesen Fall angemessen. Dann bleibt ibo eben vor der Tür und allein die Nachteile von seinem – selbstgewählten zu-spät-kommen und im-Unterricht-essen. Die Aufsichtspflicht ist anscheinend nicht verletzt (wie machen Sie das? Vor die Tür schicken war bei uns eigentlich deswegen verboten…), Ibo hat sogar die Chance gehabt, das Unterrichtsziel zu erreichen.

  8. Diabetiker wird er hoffentlich nicht sein?
    Ich weiß von einem Fall, da hat eine Lehrerin einem Diabetiker verweigert, während des Unterrichts zu essen, obwohl es ihm schon sehr schlecht ging und meinte, er müsste doch die 20 Minuten bis zur Pause locker warten können.
    Nur kann man das als Diabetiker mit beginnender Unterzuckerung eben nicht.

  9. Ach Gottchen. Weil die Eltern eines wirklichen Diabetikers die Schule über diese doch nicht ganz ungefährliche Krankheit ihres Kindes nicht informieren würden. Und weil die Lehrerin dann *trotzdem* *natürlich* das arme Kind am Essen im Unterricht hindert. Mir kommen gleich die Tränen… 😉

    • und eine lehrerin hat mal einen Dehydretiker (das ist eine seltene Krankheit, wo man Gefahr läuft innerhalb kürzester Zeit zu verdrusten, wenn man nicht dauernd trinkt) die wasserflasche weggenommen. fiese lehrerschaft.

    • Nun, in dem mir bekannten Fall war es so, dass die Schule tatsächlich informiert war, was der Lehrkraft jedoch herzlich gleichgültig war. Ich hätte gedacht, dass einem gut ausgebildeten Menschen die gröbsten Fakten über diese – wie treffend bemerkt – doch nicht ganz ungefährliche Krankheit bekannt sein sollten, daher finde ich das Verhalten besagter Lehrkraft schwer nachvollziehbar, um es mal vorsichtig auszudrücken.

      Kecks‘ herablassende Reaktion wundert mich auch ein wenig. Ich schilderte, wie ein krankes Kind fahrlässig unangemessen behandelt wurde – von einem Menschen, in dessen Obhut sich besagtes Kind, so lange es schulpflichtig war, gezwungenermaßen täglich befand. „Mir kommen gleich die Tränen“ und ein Zwinkersmiley… Ja, war zum Brüllen komisch, die Geschichte. Hat das Kind und seine Mutter damals auch sehr gefreut, die Aktion.

      Was Ibo angeht: Falls er nicht umkippt, wenn er mal am Verzehr des mitgeführten Proviants gehindert wird, ist er wahrscheinlich _kein_ Diabetiker.
      Dennoch hatte ich es in aller Unschuld mal anmerken wollen. Vor allem, da der Vater es scheinbar ganz in Ordnung findet, wenn sein Sohn im Unterricht futtert.
      Da ich davon ausgehe, dass allgemein bekannt ist, dass Lehrer nicht in Beifallsbekundungen ausbrechen, wenn Schüler außerhalb der Pausen essen, fand ich das etwas sonderbar.
      Meine Überlegung: Vielleicht gibt es einen guten Grund (z.B. Diabetes), der dafür spricht, dass Ibo mampfen darf, wann immer es für nötig hält. Dieser Grund wird von seinem Vater als so offensichtlich und selbstverständlich angesehen, dass er nicht daran gedacht hat, ihn mitzuteilen.

      – Erwähnte ich schon, dass ich manchmal nicht nur um 7, sondern gern auch mal gleich um 27 Ecken denke…?

      • ibos vater hat ibo einfach nicht erzogen. der tut sich den stress einfach nicht an, seinem kleinen prinzen ein paar regeln beizubringen. sonst wäre ibo heute auch in meinem unterricht gewesen und nicht wegen einer schlägerei suspendiert zu hause. schlagen geht halt genauso wenig, wie essen im unterricht. erziehung kann helfen. keine erziehung – schwierig, wenn die schule das komplett übernehmen soll.

      • OK, wenn’s ausschließlich an der Erziehung liegt, dass er im Unterricht dringend essen muss, ist zumindest die Gesundheit des „kleinen Prinzen“ nicht gefährdet. 🙂

        Und ansonsten ist es ja so herrlich einfach, von den Lehrkräften zu erwarten, die lieben Kleinen zu erziehen. Man hat selbst dann gleich viel weniger Last und Mühe damit, wie angenehm…

  10. Frau Freitag, ich glaube, wenn sie noch einmal das Jackenthema ansprechen, kriegen die Leser noch einen Herzinfarkt vor Echauffiertheit, wie grausam Sie sind.
    Und sowieso, Frau Freitag, wieso dürfen die Schüler nicht essen? Bei Schülerantworten Halbzerkautes auf den Tisch bröseln zu sehen ist doch wohl kein Problem für Sie, oder?

  11. naja.. sowohl in den Firmen, in denen ich arbeitete, als auch im Studium ist es vollkommen normal, dass wir Essen und trinken auf dem Tisch stehen haben. Auch wenn man den Mantel noch anhat, eben weil es kalt ist, schert sich da niemand drum. Allerdings arbeiten wir auch alle diszipliniert… übrigens können auch die Kinder im Kindergarten jederzeit essen oder trinken (die Kleinen spülen in unserer Kita sogar selbst ihre Gläser und Teller). Die einstige Institution, die daraus nen Machtkampf macht, ist die Schule. Wieso auch immer…

      • Die einstige Institution…ist die Schule jetzt abgeschafft? Wie beschäftigen wir denn dann Frau Freitag? Vielleicht einen mobilen Snack-Service für die jetzt dann ja ehemaligen Schüler? So vors Notebook oder TV (am Kacheltisch) geliefert.

      • ah Mist- hatte mich verschrieben. Sollte „die einzige Institution“ heissen. War nur durch die Kinder abgelenkt.
        Ich muss das auch noch mal differenzieren: In der Oberstufe hatten die meisten Lehrer auch nichts dagegen, wenn man ne Kleinigkeit zwischendurch aß (ich red nun nicht von Dönern, Chips oder sonstigen Dingen, die andere Leute in der Konzentration stören könnten). Aber nen Kaffee oder so, war vollkommen ok. Vielleicht klappt das auch nur, wo man sich gegenseitig respektieren kann, also sowohl der Lehrer die Schüler, als auch umgekehrt. Verstehen Sie das nicht falsch, ich bewundere, wie Sie das jeden Tag hinbekommen, ohne vor den Schülern schreiend im Kreis zu rennen odeer in die Tischkante zu beissen. Ich finde es nur generell schade, dass ein solches Miteinander eben nicht möglich ist, sondern doch meist ein Gegeneinander praktiziert wird. Das liegt aber nun nicht nur an den Lehrern oder nur an den Schülern, da spielen ja viele Faktoren mit rein. Vielleicht ist so mein Gedankengang verständlicher? wenn nicht- auch egal, ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

    • In keinem Kindergarten oder keiner Tagesstätte in der ich (freiwillige Arbeit) oder meine Cousine (Erzieherin) gearbeitet haben, hatten Kinder jederzeit Zugang zu ihrem Essen. Trinken ja, Essen nein. Es gab feste Essenzeiten. So eine allgemeine „Im Kindergarten darf man das aber“-Aussage ist also gar nicht machbar.
      Und wenn man 18jährigen noch anständiges Verhalten an der Uni beibringen müsste, wäre das ja noch schöner. (Wobei ich bei manchen meiner Kommilitonen manchmal tatsächlich dachte, das wäre noch einmal nötig.)
      Man sollte nicht vergessen, dass weder Kindergärten noch Unis mit Personen in der Pubertät arbeiten.

      • Vielleicht ist das auch Städteabhängig. Hier ist es zumindest in jedem Kindergarten so, dass es ne Frühstückszeit gibt (die geht meist bis ne halbe Stunde vorm Mittagessen, die Kinder essen nicht alle zusammen, sondern eben, wann sie Hunger haben). Obst und Rohkost ist immer erreichbar, von Kitabeginn bis zum Schluss. In der Kita meiner Kinder ist dann um halb eins Mittag, da essen alle zusammen. Nachmittags (oft auch schon vormittags) dürfen die Zwerge in der Kinderküche kochen. Nachmittags stehen zur Rohkost manchmal noch Reste vom Mittagessen, wenn es zb Vollkornwaffeln oder Pfannkuchen gab, oder ähnliches. Dass Rohkost rund um die Uhr erreichbar ist, ist hier in der Gegend überall normal(hatte mir damals sämtliche Kitas angeschaut 😉 ) Ist ja auch das, was empfohlen wird- mehrere kleine Mahlzeiten, nicht drei Große. Aber es ist natürlich davon abhängig, inwiefern alle respektvoll miteinander umgehen und Regeln respektieren. und da sind ja einige grad in der Pubertät meilenweit von entfernt. Nen Döner (oder ähnliches) während ner arbeitsintensiven Phase empfände ich auch sehr als Geruchsbelästigend. Mir wurden manchmal schon die Mettbrötchen zuviel, die Arbeitskollegen schon morgens um 9 mit vielen Zwiebeln in sich reinschaufeln konnten, während sie gleichzeitig Bestellungen in die Programme tippten. Ich würd Frau Freitags (oder Frau Krises) Job nicht haben wollen. Da hab ich nicht genug Geduld zu 😉

      • Ich kenne manche Kindergärten in denen immer ein Teller mit kleinen Obststückchen und ein Krug Wasser bereit stehen.
        Dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Ich hab in der Uni/auf der Arbeit auch immer Müsliriegel und Nüsse auf dem Tisch.

        Aber hier gehts um Döner, Wurstbrote, große Chipstüten etc… während des Unterrichts. Die Stunde dauert eh schon nur mehr 45 Minuten dauert, da wird man doch ohne Nahrungsaufnahme überleben. (oder hat sich das schon wieder geändert?)

      • Kinder, die meinen, ihr geruchsintensives Essen in mein Klassenzimmer schleppen zu wollen, marschieren schnell rücklings wieder raus, das kann ich gar nicht haben. ^^ Vor allem morgens bin ich da ganz empfindlich – Wurstgeruch auf leeren Magen, brrrr. (Vor der ersten Pause kann ich nix essen. Ich bin ein ganz schlechtes Vorbild….)

  12. Da komm ich mit! Wieso sollen die sich denn auch alle die Mühe machen und in die Schule kommen. Hausbesuche! Was Leckeres zum Essen dabei, Getränke und dann mal kurz den Stoff vermitteln. Ab zum nächsten. Aber eine Regel muss dann auch sein. TV zumindest ohne Ton dabei. Und beim Abgang den Müll mit runternehmen nicht vergessen!

  13. Die Spitze mit der Jacke habe ich wohl gelesen – die musste noch unbedingt mit rein was 😉 Hat wohl viele Kommentare gegeben? Und bevor ich mir hier wieder Prügel abhole: Jacke im Unterricht finde ich immer nioch o.k. – Gegen Essen in der Unterrichtsstunde würde ich aber auch energisch vorgehen. Das sind nämlich zwei Paar Schuhe: Eine Jacke anzulassen machent weder Dreck, noch beraubt sie mich meiner Konzentration oder lenkt mich sonstwie ab.

    • Wenn du so ne ganz dicke Jacke anhast die auch noch außen aus Plastik ist, dann raschelt die ständig beim bewegen. Wenn die Person mit Jacke dann noch die Kaputze aufhat weils ihr eben auch am Kopf sooooo kalt ist, dann sehen auch die Schüler hinter der „Jacke“ nicht mehr so gut nach vorne. Außerdem kann es noch sein das die Jacke dem Schüler nicht so ganz passt und die Ärmel länger sind als die Arme. Das heißt der Schüler kann nicht richtig schreiben.
      Und du sagst so eine Jacke beraubt nicht die Konzentration?
      Wie gesagt es geht nicht um so Jeansjacken oder kleine Westen. Sondern ganz klar um Winterjacken.

  14. Fast nur Quatschkommentare!
    Zum Essen gibt es die Pausen, und wenn es medizinisch nötig ist, wissen es die Lehrkräfte.
    Iss mal im Verkauf oder beim Haareschneiden oder in der Bank hinterm Schalter oder in der Metzgerei oder liegend auf dem Vollernter.
    So was!

  15. Ich hatte mal einen Schüler, der mir seine Antworten mit Vorliebe ins Ohr geflüstert hat. An den Tag, an dem er sein halb zerkautes Leberwurstbrötchen noch nicht ganz runtergeschluckt hatte, erinnere ich mich noch heute…

  16. Jacke kommt an den Haken, im Unterricht werden keine Kopfbedeckungen getragen, gegessen wird nur in der Pause, getrunken nur, wenn’s der Lehrer erlaubt. Und zum Unterrichtsbeginn stehen alle zur Begrüßung auf.

    Konservativ? Vielleicht. Lieber aber: Respektvoll. Den SchülerInnen, der Lehrkraft, der Institution Schule und der Situation gegenüber. Ratet mal, in welchem Bundesland…

  17. Frau Freitag, kann es sein! daß alle Ihre Schüler hier posten?

    Als ich noch zur Schule ging, war es mehr oder weniger selbstverständlich nicht im Unterricht zu essen oder trinken. Wer es trotzdem tat, hat halt einen fetten Anschiß bekommen. Was allerdings auch zur Belustigung der Klasse diente, wenn der Englischlehrer wieder mit den Knöcheln auf die Tischplatte schlug und schrie: „Meister Hannecke, wir sind hier doch nicht in einer Imbissbude!“ Darüber kann ich mich immer noch amüsieren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s