Nichts

Nichts!!! Dass ich von meiner Klasse nix zu Abschied bekommen würde, war mir klar. Aber dass es so dermaßen NICHTS sein würde…

Ich gehe also mit meinem großen NIX ins Lehrerzimmer und setze mich auf den Boden vor die Schränke.
„Frau Freitag, Frau Freitag komm! Wir haben noch nicht angestoßen!!!“
Ich hasse Sekt am Vormittag (auch am Nachmittag) und ich hasse, wenn einem nur Alkohol angeboten wird. Ich halte das Glas hin. Der blöde Sekt läuft über – das kann er und das macht er auch immer. Ich soll den schaumigen Überschuss abtrinken. Alle gucken, es schmeckt scheußlich, ich proste den Kollegen zu, ich will in meine Ecke vor den Schränken.

„Du Manu, willst du das hier noch mitnehmen?“
„Nein, nein. Ich weiß ja nicht mal, wie ich die ganzen Blumen nach Hause schaffen soll.“

Ich hätte da eine Idee. Ich nehme einfach diese drei zurückgegebenen Biobücher und mach dir deine scheiß Blumen ein wenig platter! Hier!!! Guck, so flach können die sein. Ach die auch noch kein Problem. Hier, lass mal, ich mach das schon.

Die nächste Klasse wird von mir vier Jahre lang geschlagen und angebrüllt. Wenn ich mal gut drauf bin, dann lasse ich sie ein wenig nachsitzen oder rufe die Eltern an. Tadel und Verweise wird es täglich geben. In vier Jahren werde ich dann mit blöden Blumen und scheiß Schokolade überhäuft und dann lächle ich. Dann lächle ich das erste mal in vier Jahren.

„Frau Freitag, was machst du da auf dem Boden.“
„Ach geht schon. Ist schön hier.“
„Du ich wollte ja gestern zur Abschlussfeier kommen. Ich habe mich sehr über die nette Einladungskarte deiner Klasse gefreut. Aber ich war gestern so Asche. Aber die Karte war echt süß.“
„Ja.“
Alle meine Fachlehrer haben tolle Karten bekommen. Fachlehrer müsste man sein. Da könnte man sich jetzt noch ein Ei drauf braten. Eine Karte hätte mir ja schon gereicht. Nicht mal eine verkackte Karte haben die zustande bekommen.

„Frau Freitag, sind die Mappen für uns? Bekommt jeder eine?“
„Ja“
„In weiß wären die aber schöner gewesen.“
„Oder in rosa oder pink.“
„Nein, das stimmt nicht. Ich hatte die alle in der Hand. In rosa und pink. Die Schwarzen sehen am besten aus. Darum habe ich die gekauft.“

„Hat jeder so einen Brief?“
„Ja.“
„Haben Sie die geschrieben?“
„Ronnie, wer sollte die denn sonst geschrieben haben?“
„Das ist bestimmt immer der gleiche Brief und Sie haben da nur die Namen ausgetauscht.“
„Hodda, lies erstmal und dann überleg‘ mal, ob den Brief alle bekommen haben können.“

„Können wir jetzt die Zeugnisse haben?“
„Ich hatte hier noch was aufgeschrieben für euch, das wollte ich euch noch vorlesen. Dauert nicht lange.“
„Können wir dann gehen?“

„Frau Freitag, hattest du schon Sekt? Was machst du für ein Gesicht? Und warum sitzt du da auf dem Boden?“
„… na und dann kam Esmas Vater mit dem Präsentkorb und den Blumen…“
„Guck mal was ich bekommen habe….ha, Duschgel….“

„Frau Freitag, willst du schon gehen? Haben wir denn schon angestoßen? Na, dann schöne Ferien.“
„Ja, dir auch.“

Der Deutschlehrer fährt mich zum See. „Oh pass auf mit der Decke, die Blumen. Die Schokolade habe ich in der Schule gelassen. Die schmilzt ja nur. Wir bekommen ja jedes Mal diese riesen Merci Packung und wir haben noch drei davon im Klassenraum.“

Und jetzt komme ich nach Hause. Die Wohnung ist aufgeräumt und auf dem Tisch steht eine Rose und daneben liegt eine Tafel Schokolade. Komisch.

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Allgemein

62 Gedanken zu “Nichts

  1. Aww boo!

    Herr Freitag scheint weniger zerstreut zu sein als ein EDVler?

    Frau EDVler sagt grad: kannst dir mal ne Scheibe von abschneiden.. Ne, sagt se nicht, weil sie spricht kein Deutsch, sie sagt „See? He’s paying attention, unlike the old absent minded poop I am stuck with..)

      • Nur im Scherz, sonst eher stodgy ol‘ grump.. wenn sie allerdings „Dear“ sagt, dann nehmen ich und meine Dawg-faced bois alle 10 Beine in die Hand..

        .. was Blumen kaufen? Ganze Garten is voll von dem Zeuchs..

  2. Zählen auch virtuelle Präsente? Ich hätte hier eine Wagenladung voll Schokolade und Blumen, von all ihren dankbaren Lesern.

    Ihren Plan für die nächste Klasse können sie getrost aufgeben, denn wir wissen: Sie sind ein viel zu toller Mensch um ihre Schüler 4 Jahre lang anzubrüllen.

  3. ach, Mensch, Frl Freitag… fuenf Uhr morgens, ich lese Ihren blog und bin betruebt. Gestern abend schon dachte ich an Sie… kein Eintrag… hmmm… also gut, hauen Sie mich, ich habs ja angeboten. Ich weiss gar keine troestenden Worte, bin mit Ihnen enttaeuscht.
    liebe Gruesse
    Christjann

  4. Ich kann mich dem EDVler nur anschließen…(btw auch Frau EDVler)
    Schüler sind bei sowas manchmal echt doof und v.a. haben sie selten Ahnung, wie dieses ‚Nichts‘ bei ihrer Klassenlehrerin ankommt.
    Tut mir so leid, echt…

  5. Und ich hoffte schon das ihre Kids das doch noch auf die Reihe kriegen.
    Von mir gibts zum Ferienbeginn und passend zu der Hitze ne Liter-Packung Häagen-Dazs Baileys 😉
    Lassen sie es sich schmecken Frau Freitag!

    LG Andy

  6. Ach Frau Freitag, wie heißt es so schön „Think positive!“
    Zu viel Schokolade macht dick und unmengen an Blumen können böse Niesanfälle hervorrufen.
    Also wenn der Kollege in 8 Jahren und mind. 2 Abschlussklassen später leicht aus den Nähten gegangen ist und Falten vom vielen Grimassen ziehen (wg. dem niesen) hat, dann sind sie weiterhin ein junger, dynamischer Hüpfer 😉
    Außerdem gibt es doch nix besseres, als ein kleines Geschenk von Herzen statt einem Großen aus Anstand.

  7. *Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume**Blume*

    🙂 Aber so süüüüß ihr Freud, voll schöööön!

  8. Arme Frau Freitag. Aber so viele Fans und Kommentare, das wiegt doch so eine popelige Packung Merci allemal auf, oder? Und lieber einen netten Mann im Haus, als Werbungsopfer in der Klasse 😉 Außerdem ist eh viel zu heiß für Blumen oder gar Schokolade.

  9. Ich weiß nicht, ob Sie Trost wollen. Hatte gerade nach einer Enttäuschung die Erfahrung, dass ich dann auch mal nur meine Ruhe will, ohne Kommentarfunktion…
    Wie auch immer, beim Lesen ging mir durch den Kopf: Hab ich mich eigentlich damals (vor sieben Jahren…) um Abschiedsgeschenke gekümmert? Gab es überhaupt welche? Ich weiß nur noch, dass ich heilfroh war, der Schule als solcher den Rücken kehren zu können. Obwohl ich wohl ein angenehmer Schüler war und viele meiner Lehrer mochte. Aus der heutigen Sicht verstehe ich Ihre Enttäuschung voll und ganz, aber damals dachte ich: Die Lehrer sind doch für uns da, und Lehren ist Ihr Beruf, dafür werden sie bezahlt. Dass das für viele auch Berufung ist und sie dafür persönliche Anerkennung brauchen, habe ich wohl erst mit Ihrem Blog und dem von Fräulein Krise so richtig verstanden – und das als Kind einer engagierten Lehrerin.

  10. Liebe Frau Freitag, ich wünsche Ihnen schöne und erholsame Ferien! Schade, dass so gar keine Geste von Ihren Schülern kam, aber Sie sind nicht allein. Wir werden als Klassenleiter von den Eltern und Schülern wahrscheinlich oft nur noch als selbstverständliche Dienstleister wahrgenommen, unabhängig davon, wie sehr wir uns ‚reinhängen… Kopf hoch und vielen Dank für Ihre vielen Blogeinträge und das Buch! Viele Grüße

  11. Hallo Frau Freitag.

    Ich hab deinen Blog vor ungefähr vier Monaten entdeckt, dann rückwärts bis zum Anfang und ab dann jeden Tag vorwärts gelesen.
    Und jetzt hab ich (wirklich!) jeden Tag so mitgefiebert, dass die Pappnasen dir doch was schenken, wenigstens was kleines.
    So ’ne Riesenkacke, das tut mir schrecklich leid.

  12. Sie Arme ): Das ist echt nicht schön, vor allem, wenn man sich solche Mühe gegeben hat im Gegenzug. Aber schön, wenn Herr Freitag zumindest daran gedacht hat.

  13. Ach, Frau Freitag, Kopf hoch.
    Das ist nicht die letzte Klasse, die dich erfreuen und entäuschen wird. So isses nun mal als Lehrer/in.
    Hauptsache, die Jören und du denken gerne an eure Zeit zurück. Was nützt dir der schönste Blumestrauß (womöglich noch von irgendeiner Mutter gekauft!), wenn du nachträglich denkst: „Ach DIE! Gut, das DIE weg sind!“ (Okay…wahrscheinlich denkst du das gerade…aber das legt sich.)

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    … von mir bekommen Sie eine Blume, liebe Frau Freitag, und zwar eine ganz große! Als Dank und Anerkennung – ich lese täglich Ihr Blog und finde (ganz ohne Schleimerei): Schade, dass es nicht noch viel mehr Lehrer wie Sie gibt.

  15. Ich habe gerade überlegt, was ich meinen Lehrern bei meinen Abschlüssen geschenkt habe. Aber ich weiß, dass es auf jedenfall Blumen waren, und einmal ein dickes Buch von dem ich wussten, dass es meine (damalige) Klassenlehrerin freuen würde.

    Schade, dass Ihnen nicht selbiges widerfahren ist.

    Wobei ich ziemlich neugierig bin, woher die Rose gekommen ist.

  16. da fällt einem nix mehr ein.
    bin ebenfalls mit enttäuscht und schockiert.
    das habense nich verdient, nee, bestimmt nich.

  17. Och Mensch, Frau Freitag …!
    Da möchte ich Sie doch am liebsten umarmen und mal ganz fest drücken.

    Haben Sie eine solche Behandlung verdient? – Nein, sicherlich nicht!

    Nutzt Ihnen diese Erkenntnis etwas? – Ich fürchte auch: Nein!

    Fällt mir sonst noch was tröstendes ein? – Der Freund bleibt Ihnen, die Kollegen müssen ihre Schüler irgendwann abgeben und bekommen dann auch so undankbare Blagen!

    Trotzdem wünsche ich Ihnen wunderbare, erholsame Ferien,
    Ihre Frau Reiter (die noch einige Wochen durchhalten muss!)

    (Das man so ein Verhalten der Schüler nicht persönlich nehmen darf, habe ich nicht erwähnt, weil Sie das als erfahrene Pädagogin ja sowieso wissen!)

  18. Oh Frau Freitag, du tust mir sooo leid! Auch wenn man es eigentlich weiß, tut es trotzdem noch etwas weh! Aber sieh es so: jetzt hast du (endlich?) die Chance auf dankbarere Schüler. Meistens finden Schüler erst später raus, wie gut ihre Lehrer waren..

  19. Pingback: eijo. is aber (auch) alles gar nicht so einfach ^^ | Zweitesselbst's Blog

  20. Mistbande, blöde!
    Wenigstens ein Foto oder was selbst gebasteltes wäre nett. Oder ein Gutschein……
    Ärgerlich.
    Oder ist das so eine Klasse gewesen, bei der man bestellen muss?
    Also, Nussschokolade mag ich nicht, aber Nougat,, das wäre was.

  21. Bei mir im deutsch-dänischen Grenzland sagt man „Ssünde“ als größten Ausdruck des Mitgefühls. Und ich fühle mit Ihnen! Undankbares Volk! Aber so in 5 – 10 Jahren fallen Ihnen die Schüler um den Hals und freuen sich, Sie zu sehen. Ist auch kein richtiger Trost, oder? Ich jedenfalls freue mich auf die nächsten „blogs“ und Ihr neues Buch, das ich hoffentlich auch ohne Notarzt lesen werde! Obwohl, so im Buchladen verarztet zu werden, das wäre ein Ziel!
    Schöne Ferien!

  22. Liebe Frau Freitag,

    DAS ist wirklich enttäuschend, Sie Arme!

    Darf ich Ihnen eine Anregung für die nächste Klasse geben? Wenn nicht, einfach den nächsten Abschnitt überlesen.

    Mir fiel auf wie sehr SIE sich ins Zeug gelegt haben, auch am letzten Tag: Mappen für jeden Schüler, Brief an jeden Schüler, Text an alle. Ich nehme an, das ging die ganzen 4 Jahre so. Meine Erfahrung zeigte, dass sich Geben und Nehmen irgendwo im Gleichgewicht halten müssen. Wenn Schüler immer alle Zuwendung usw. bekommen, EGAL wie sie sich aufführen, wird Zuwendung selbstverständlich und leider auch nicht mehr in dem Maße geschätzt, wie es sein sollte. Von meiner ersten Klasse fühlte ich mich regelrecht „ausgebeutet“ und so scheint es Ihnen ja auch leider zu gehen. Von daher: die nächste Klasse nicht anbrüllen, wollten Sie ja sowieso nicht, aber deutlich machen, dass das Wohlwollen und die Zuwendung von Frau Freitag AUCH erarbeitet werden muss. Natürlich wird es sich nie die Waage halten, aber etwas muss von den Schülern schon kommen.

    Erholen Sie sich gut und genießen Sie die Ferien!!

  23. liebste frau freitag,
    mir is grad eingefallen: ich hab noch was für sie!
    ein deutlich verspätetes geburtstagsgeschenk!
    das kommt dann bald und macht hoffentlich freude.
    liebe grüsse von weiter oben.

  24. Macht nix, ich bekomme auch immer NICHTS; ich nehme e als Zeichen der Wertschätzung. Manschenkt seinem doktor ja auch nichts, wenn er einen wieder gesund gemacht hat. Es ist ein Zeichen von Professionalität.

  25. Die armen Blumen… Aber ich meine mich erinnern zu können, dass es auch in der Schule immer darauf hinauslief, dass man etwas oder jemanden erst wirklich zu schätzen lernte, wenn es/er/sie nicht mehr da war. Das ist sicherlich kein schöner letzter Tag gewesen, aber ich bin sicher, dass der eine oder andere irgendwann mit Freuden an Sie denken wird 🙂

  26. Liebe Frau Freitag!

    Danke, Sie haben mich dran erinnert, daß ich morgen früh noch was für die Lehrerin meines Sohnes besorgen muß!
    Es tut mir ehrlich leid, SIe hier so leiden zu sehen und fühle mit Ihnen mit. Andererseits kann ich mich nicht erinnern, zu meinen Schulzeiten je einem Lehrer ein Geschenk gemacht zu haben, war bei uns wirklich nicht üblich. Jetzt, wo mein Kleiner im Kindergarten ist, schon. Aber das funktioniert auch nur, wenns da eine engagierte Mutter gibt, die sammelt und was besorgt. Also, Kopf hoch, die Teenis DENKEN ganz einfach nicht dran. Genauso wie sie im Bus nicht auf die Idee kommen einen Schritt zur Seite zu machen, weil man mit Kinderwagen einsteigen will. Nicht aus Böswilligkeit, es kommt das Programm ganz einfach noch nicht in den Hirnen vor.
    Ich lese schon eine Weile still ihren Blog mit und drücke fest die Daumen für nächste Jahr!!!

    Alles Liebe,
    Angelika

  27. Liebe Frau Freitag,

    mir fällt nichts so richtig ein, womit ich Sie trösten könnte… Das ist einfach blöd gelaufen…Ich würde Ihnen auf jeden Fall etwas schenken, weil Sie einfach so toll sind…
    Ich wünsche Ihnen zauberhafte und wunderbare Ferien!!! Bitte unbedingt nicht aufhören zu schreiben! Ihre Frau Eva, die sich vor Ihnen und Ihrer Arbeit verbeugt!

  28. Liebe Frau Freitag, es tut mir sooo leid, dass Ihre Schüler es nicht gepackt haben auch mal an Sie zu denken und sich mit Anstand von Ihnen zu verabschieden. Wirklich schade, sehr sogar. Ich wünsche Ihnen schöne Ferien, ohne Unterricht, ohne Schüler, ohne Frust. Bald werden Sie wohl doch wieder Sehnsucht nach Schule haben und sich auf ihre neuen Schüler freuen. Aber davor erstmal durchatmen und abschalten. LG Kuestensocke

  29. Du wirkst sicher immer so zufrieden und glücklich wenn du unterrichtest, dass die Schüler meinen, das sei Geschenk genug!

  30. Was wir in der 4. Klasse geschenkt haben, weiß ich nicht mehr – das haben die Eltern organisiert. Von der 7. bis zur 10. hatten wir alle 2 Jahre einen Lehrerwechsel – ich glaube nicht, dass wir da etwas geschenkt haben. Aber unser Lateinlehrer hat zur Pensionierung etwas bekommen 🙂 Was unser Kursleiter nach unserem Abi von uns bekommen hat, selbst das weiß ich nicht mehr. Wenn er denn was bekommen hat – ups!
    Was ich aber noch weiß ist, was unsere Deutsch-, Kunst- und Klassenlehrerin am Ende der 6. Klasse (damals gabs die Orientierungsstufe noch) von uns bekommen hat: Ein selbstgemachtes Buch, wo jeder Schüler eine Seite gestaltet hat. Und weil Frau Freitag mich sehr an meine damalige Klassenlehrerin erinnert, gibts die Zeilen von meiner Seite jetzt für Sie:

    Also lautet ein Beschluß:
    Daß der Mensch was lernen muß.
    Nicht allein das Abc
    Bringt den Menschen in die Höh,
    Nicht allein im Schreiben, Lesen
    Übt sich ein vernünftig Wesen;
    Nicht allein in Rechnungssachen
    Soll der Mensch sich Mühe machen;
    Sondern auch – der Weisheit Ehren –
    Muß jemand mit Vergnügen LEHREN.
    Und damit auch dies geschah,
    dafür war Frau Freitag da!

    Geschenke sind nichts wert gegen die Zeit, die Sie mit den Lütten hatten! Und außerdem… was nehmen Sie durch das Buch ein, dass Sie größtenteils durch diese Klasse mit Inhalten füllen konnten? 😉

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  32. Ich war gestern auf einer Abschlussveranstaltung, zwei neunte Klassen, eine kombinierte 10. Klasse in einer Grund- und Hauptschule mit 10. Klasse. Etwa 50 Schüler und deren Angehörige.

    Die Schüler mit dem Realschulabschluss hatten sich ausgedacht mit grünen und roten Kärtchen darzustellen, was sie aus ihrem Schulalltag wegwerfen und was sie behalten wollten.

    Leider ungebremst durch jegliche Höflichkeit oder Respekt, kamen nach Aussagen wie:“Ich werfe meine Haushaltsmappe, meine Mathebücher, meine Deutschlektüre weg.“ auch die Solches: „Ich werfe Herrn B. weg, weil er so intolerant ist, ich werfe unseren Schulleiter weg wegen des Rauchverbots an der Schule.“ Höhepunkt: „Ich trete den Schulleiter in die Tonne.“

    Da sind ein paar fehlende Blumen oder Konfekt nicht so schlimm.

    Schöne Ferien
    wünscht Lieschen Müller

  33. Oh Frau Freitag, DAS kenn ich, so gings mir mit meiner allerersten Klasse auch mal; dabei war das meine Herzblut-Klasse…!Dafür stehen die heut noch immer mal wieder vor der Tür und wollen erzählen, was aus ihnen geworden ist (und es ist…teilweise). Ich wünsch Ihnen eine sonnige Ferienzeit

  34. Jepp. Bitter. Und das nach vier Jahren.

    Aber (war ja klar, dass da eins kommen musste): jetzt sind erstmal Ferien. Also sacken lassen, abschalten und aufs nächste Schuljahr hoffen. Alles wird gut!

  35. Undank ist der Welten lohn… Warum sollten die Schüler etwas geben, wo ihnen doch über Jahre hinweg nur genommen wurde… freie zeit die sicherlich hätte besser genutzt werden können, als der doofen Erwachsenen vorm Pult ihr gequatsche zu ertragen und dann womöglich noch Hausaufgaben von dieser Frau zu bekommen. Ich habe jedoch die Erfahrung machen dürfen, dass der Dank keine verjährungsfrist hat. WeNN Kinder, bzw. ehemalige Kinder sich Jahre später an einen Erinnern und mit reife zurückblicken und dann etwas gutes finden und sich erinnern, so ist das doch der Dank und der gneügt. Klar ein Strauß Blumen ist auch was nettes 🙂

    schöne Ferien und einen guten Start ins neue Schuljahr.

  36. Die U.S. Bombs als Einstiegsvideo? Das zeugt von einem exquisiten Musik-Geschmack. Oder wurde etwa einfach das erstbeste Video mit Titel „That’s life“ gesucht?

  37. Liebe Frau Freitag,

    nachdem mir Ihr Buch in die Hände gefallen ist, ich es verschlungen habe, ich danach auf diese Seite und Ihre weiteren Einträge gestoßen bin, ich diese ebenfalls verschlungen habe und mich jetzt im „Frau Freitag Fieber“ befinde, konnte ich nach diesem Eintrag Ihre Enttäuschung absolut nachvollziehen. Irgendwie hätte ich damit gerechnet, dass die Schüler Sie doch noch überraschen… Sie hätten es verdient!

    Ich wünsche Ihnen ganz schöne und vor allem erholsame Ferien!!! Viele Grüße!

  38. Schüler können so unsagbar grausam und unaufmerksam sein. Na, die werden schon sehen, was sie davon haben, wenn sie jetzt ins richtige Erwachsenenleben reingeworfen werden… Da werden sie sich ganz schnell wünschen, Frau Freitag würde kommen und Händchen halten.

    Auch von mir einen virtuellen Blumenstrauß!
    und schöne Ferien 🙂

  39. Liebe Frau Freitag,
    auch ich bin gestern erst auf Ihren tollen Blog gestoßen, nachdem ich in kürzester Zeit alle 3 Bücher von Ihnen verschlungen habe! Das Sie von der Klasse NICHTS bekommen haben, das tat mir richtig leid. Mir sind wirklich beim Lesen die Tränen gekommen, weil das ja echt nicht fair ist und Sie soooo viel verdient haben, meiner Meinung nach. Sie haben sich so um diese Schüler bemüht und dafür keinen Dank bekommen. Deswegen gibt es von mir jetzt auch noch eine virtuelle Blume

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    Und eine Tafel Schokolade 😉
    Weil dieser Tag aber so traurig war, musste ich mir aus Frust schon etwas abbrechen von der Schokolade. Der Rest ist aber ganz bestimmt für Sie!
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    Liebe Grüße
    eine (jetzt) ganz treue Blogleserin 😉

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