Mutterlogik?


Das Leben meiner Schüler in dieser heimeligen eskapistischen Parallelwelt, in der es fürs Schwänzen keine Sanktionen gibt, in der gruselige Dinge, wie Bewerbungen schreiben und die Anmeldungs zur Realschulprüfung nicht vorkommen, beschäftigt mich immer noch sehr. Wenn ich darüber spreche bekomme ich schlechte Laune und ein schlechtes Gewissen und frage mich, warum ich mich dafür so verantwortlich fühle.

Ist das denn mein Job? Bin ich denn für das weitere Leben und die Zukunftsplanung meiner Schüler verantwortlich? Sollten das nicht die Eltern sein? Was denken die sich eigentlich? Fragen die ihre Kinder nach Berufswünschen, oder haben die schon vergessen, dass man sein Geld auch durch Arbeit beziehen kann? Das muss ich die Schüler unbedingt am Montag fragen und beim Elternsprechtag werde ich die Eltern auch noch mal persönlich dazu interviewen.

Was ist das für ein komischer Beruf, die Verantwortung für 28 Teenager und ihr Leben zu haben? Wie fühlen sich denn Leute in anderen Berufen. Fühlen sich die Leute im Jobcenter auch so verantwortlich, wenn sie jemanden in eine Maßnahme schicken und der da nicht ankommt? Ärgern sich Ärzte darüber, wenn der Patient, mit chronischem Lungenleiden nicht mit dem Rauchen aufhört? Kann der Finazminister nachts nicht schlafen, weil Deutschland so viele Schulden macht? Hilft Supervision?

Ich verstehe schon, warum ich mich so fühle, so verantwortlich. Ohne diese Verantwortung zu übernehmen, könnte ich den Job als Klassenlehrerin gar nicht ausüben. Jedenfalls nicht an unserer Schule. Wenn mir deren Zukunft egal wäre, wer würde sich denn dann noch um die Schüler kümmern? Sie selbst übernehmen ja keine Verantwortung, oder täten sie das, wenn ich mich zurückziehen würde? Kann ich ja auch mal probieren. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht schaffen werde. Es regt mich einfach zu sehr auf, wenn ich sehe, wie sie eine letzte Chance nach der nächsten an sich vorüberstreichen lassen.

Ich könnte natürlich sagen: Mein Job ist es ihnen mitzuteilen, was sie wann, wie machen müssen und dann ist gut. Wenn sie das dann nicht tun… Pech. Aber ist das nicht zynisch und gemein? Geht das allen Lehrern so? Ich weiss, dass es bei uns an der Schule auch den Ich-grenze-das-alles-von-mir-ab Typus gibt. Die haben dann aber meistens keine Klasse und ein recht ruhiges Leben. Vielleicht ist das der Weg. Wirkt aber tendenziell langweilig.

So frustiert, wie ich zur Zeit mit dem nicht existierenden Engagement meiner Klasse bin, so sicher bin ich mir trotzdem, dass sie ihren Weg irgendwie machen werden. Auf vielen Maßnahmen-Umwegen werden sie irgendwann irgendwo landen. Sie werden schon irgendwas machen. Viele von ihnen werden bestimmt auch einer geregelten Arbeit nachgehen. Okay, da werden wenige Berufe bei sein, die ich gerne machen würde, aber nun gut…

Wenn ich nur die Möglichkeit hätte mal einen Tag in ihrem Leben in 10 Jahren zu sehen, dann würde ich mich jetzt vielleicht nicht so aufregen. Vielleicht wird man auch entspannter, wenn man schon zig Klassen gehabt hat und erleben konnte, wie die dann doch alle noch die Kurve gekriegt haben. Vielleicht nicht alle, aber doch viele.

Allerdings frage ich mich dann, warum sich Frl. Krise nicht entspannen kann, wenn ihre Schützlinge aus dem Praktikum fliegen. Wahrscheinlich wird Turgut später sein eigenes Restaurant haben und Fuat ein bomben Mechatroniker sein. So wird es doch, oder Frl. Krise?

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21 Gedanken zu “Mutterlogik?

  1. Liebe Fr. Freitag,
    die selben Gedanken treiben mich um, seit ich in der Schule arbeite. Ich glaube, dass ich dieses Gefühl des VerantwortlichSein brauche, um Sinn in meinem Tun zu finden. Das Desinteresse vieler Eltern treibt mich allerdings auf die Palme und macht mich wütend. Dann habe ich oft keine Lust mehr, mich anzustrengen, wenig Lust, mich zu engagieren. Muss ich deshalb verzweifeln – oder mir einen anderen Job suchen? Zweiteres wäre wohl ratsam!

  2. Pingback: Schöne Aussichten….!? | frl. krise interveniert

  3. Genauso geht es mir mit meinen Nachhilfeschülern….es sind zwar nicht viele, aber bei den zwei Jungs, die ich habe, also da habe ich schon ein paar Mal beinahe das Handtuch geworfen. Sehr sehr schwierige Jungs -.- da frage ich mich auch oft was die wohl später mal machen werden…der eine sagt immer: “Na und? Dann geh ich halt Hartz 4. Meine Eltern hatten das auch mal.“

  4. Frau Freitag, Frl. Krise, ich fürchte: So wird es nicht. Vielleicht wird es gar nicht so schlecht wie Sie erwarten, vielleicht wird es noch viel, viel schlechter, aber so? So wird es nicht.

  5. Werte Frau Freitag,
    wertes Fräulein Krise,

    ihre Verbundenheit mit den Schülern kann ich verstehen.

    Wie wäre es aber, wenn sie eine/n ehemalige/n Schüler/in einfach mal einladen und die/der dann vor der Klasse spricht:
    […] ich fühle mich wie Siebzig. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause. Mein Herz tut weh, was soll ich nur machen?“[…]
    Wenn die Schüler, die Schülerinnen dann von gleichen hören, das mensch vielleicht mit regelmäßigkeit, mit Hausaufgaben, mit Mitarbeit doch ein wenig bewirken kann, ja vielleicht, vielleicht kann das ja bei wenigstens einer Schülerin, einem Schüler was bewirken?

    Und sie hätten dann noch mehr versucht, die SchülerInnen zu bewegen…

    Die Chance, aus dem zweiten Arbeitsmarkt herauszukommen scheint noch schwieriger zu sein als noch vor ein paar Jahren, selbst mit „deutschem Hintergrund“, wie ich es im Widerspruch zu dem medienwert kommunizierten Eigenschaften einiger SchülerInnen mal sagen will, selbst der zweite Bildungswert ist nicht mehr das, wie es mal war.
    Meine Frau war in einer Klasse zum nachträglichen Erwerb des Realschulabschlusses und was sie mir von dort erzählte passt zu dem, was sie beide kommunizieren.

    Grüße!

  6. Wie alt sind die Schüler?15, 16, 17? (sorry, bin noch nicht dazu gekommen, hier alles zu lesen)
    Ideal wäre eine gleichmässige Verteilung der Verantwortung zwischen Eltern, Lehrern, Umfeld und dem Schüler selbst. Wenn´s aber bei mehreren Bereichen hakt, kann die komplette Verantwortung nicht auf einen so jungen Menschen abgewälzt werden, weil er die Folgen seines Tuns oder Unterlassens noch gar nicht ausreichend werten kann.
    Von daher ist dein Engagement und Verantwortungsgefühl äusserst begrüssenswert und meines Erachtens nach logisch.
    btw hab ich Mitarbeiter gehabt, die mit 35 immer noch nicht Verantwortung für sich und ihr Handeln übernehmen konnten oder wollten…8(

  7. Ich denke nicht, dass es funktionieren würde, sie ihrer eigenen Verantwortung zu überlassen. Zum einen würden Sie die Krise bekommen, wenn die sich in ihr Unglück stürzen, zum anderen wäre es für viele Ihrer Schüler zu spät, wenn sie einsehen würden, was sie falsch gemacht haben.

  8. Ja Frau Freitag, das ist Mutterlogik.

    So leid es mir tut.

    Der „gleichmäßigen Verteilung der Verantwortung“ in dem Kommentar möchte ich mal stark widersprechen für „ab 15jährige“.

    Es gibt da so einige Untersuchungen zum Thema „Einfluss der Lehrer/des in der Schule Gelehrten“) auf das Verhalten von Schülern oder deren Meinungen.
    (Erziehung bezieht alle mit ein, aber nicht zu gleichen Teilen und über die Verantwortungsfrage lässt man mal Schüler diskutieren: die haben meist die hardliner-Einstellung, dass sie alleine für sich verantwortlich sind… was aber nicht heißt, dass sie nicht gerne nach Ursachen für ihr eigenes Fehlverhalten bei anderen suchen. Stichwort: „aber der Fritz hat aber…“)

    Klar glaube ich an den Einfluss des Lehrers, denn sonst würde ich nicht ständig versuchen, meine Schüler dazu zu bewegen, sich zu bewerben, sich zu überlegen, was sie machen wenn sie den Realschulabschluss nicht schaffen, sich über Gott, Politik, Umweltschutz, ihre Mitmenschen und 3 Milliarden andere Dinge Gedanken zu machen, zu diskutieren, zu urteilen….

    Aber, Spaß beiseite, Frau Freitag!
    Ich glaube, das schafft man nur, wenn man ein kleines bisschen Distanz behält und z.B. in den Ferien mal nichts mit seinen Schüler zu tun hat.
    Wenn Katastrophen passieren, können sie anrufen.

    Sie statten Ihre Herzchen nach bestem Wissen und Gewissen mit allem aus, was sie brauchen für die Hürde „Bewerbung“, die können jederzeit ihre Mappen durchsehen lassen, werden ständig in der Schule erinnert.

    Aber man ist nicht das Elternhaus, die nur ein oder zwei Nasen mit dem Problem haben, Sie und jeder andere Abschlussklassenlehrer hat 20-30 davon da sitzen und denen kann man nicht jede Briefmarke aufkleben.

    Klingt fies?
    Neee, tut mir leid, mit mitte 30 ein Burn-out und dann weitere 30 Jahre nur noch mit minimalstem Aufwand durchs Lehrerleben: das fände ich fies für meine zukünftigen Schüler!

    Und jetzt: Wochenende genießen, Schüler vergessen, damit am Montag wieder Elan für weitere 5-Tage-Hinterntreten vorhanden ist 🙂

  9. Wäre es nicht sinnvoller, die Schüler in die eigene Verantwortung zu erziehen?

    Wie oft habe ich bei meinen Kindern erlebt, daß Hausaufgaben bestellt wurden.
    Diese dann nicht kontrolliert wurden. Nichterledigung nicht sanktioniert wurde.
    Das nötige Handwerkszeug zum Absolvieren selbiger nicht mitgegeben wurde („sollen doch die Eltern es ihren Kindern beibringen, die müßten doch Bruchrechnung auch können…“)

    etc pp.
    Wo schon vieles versäumt wurde, lernten die Kinder halt, sich rauszuziehen aus ihren eigenen Angelegenheiten.
    Wo sie Mißerfolge erwarten lernten, meiden sie.
    Wo Kontrolle von anderen ausgeübt wurde, lernen sie nicht, sich selbst zu kontrollieren.

    Und nachträgliches Moralisieren nützt da nichts.

    Schade um jeden Lehrer, der sich ehrlich bemüht.
    Sein Problem sind seine Kollegen.

    Nicht die Kinder. Nicht immer die Eltern.

  10. „Nichts ist darum in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt.“
    Ludwig Erhard

    Oder anders: Wer Untätigkeit subventioniert erhält in der Regel mehr davon.

  11. Nun ja, das kann nur jemand gesagt haben, dem das nie passiert ist.
    Dem Menscen angeboren ist der Wunsch nach Ausdruck, nach tätigsein – und nach sichtbaren Effekten seiner tätigkeit.

    Wer kleine Kinder beobachtet, der kann das recht gut sehen.
    dann wird ihnen beigebracht, daß das nicht erwünscht ist.

    Ich habe gesehen, wie in anderen Ländern die leute versuchen, sich über Wasser zu halten. In china zB sah ich, wie auf der Straße ein Fahrradreparateur seine Freiluftwerkstatt betrieb. Andere saßen am sTraßenrand und hatten Pinsel, Farbe und Farbrolle bei sich – und ein SChild, auf dem vermutlich was über ihre Kontraktbedingunen stand (konnts leider nicht lesen…)

    In D – bei gleicher Methode – wäre zuerst die Polizei da und das Gewerbeaufsichtsamt….

    Und der vorwitzige Arbeitswillige müßte diverse Strafen zahlen.
    In D nennt man das Schwarzarbeit.

    Ich sah auch SChulkinder in China. Die unterliegen einer ziemlich straffen Disziplin. Was mir auffiel – die Disziplin wurde immer wieder aktiv eingefordert.

    Und in D? Da wirds einfach erwartet…

    ja, liebe Pädagogen. Mit ganz braven Kindern könnt Ihr gut.

  12. immer wieder interessant, diese „eigenverantwortungs“-theorien der unbefleckten, weil wohl in einem anderen feld als mit jugendlichen arbeitenden, leserInnen … ich denke, dass die kids oder schülerInnen engagierte arschtreter brauchen, gerade weil eltern und gesellschaft offenbar diese funktion immer weniger wahrnehmen. allerdings brauchen lehrer und sozialarbeiter auch die oben angesprochene distanz, um eben den idealismus und die energie die dazu nötig ist, um ein guter lehrer oder sozialarbeiter zu bleiben (ansonsten: burnout hallo!), zu erhalten. die gratwanderung erfolgt genau zwischen den polen helfersyndrom-arschtreter-verzweifelter idealist und zynischer-ausgebrannter-dienst nach vorschrift typ — nicht runterfallen, frau freitag!

    • neenee, ich versuche auf dem grat zu bleiben. is ein dünner grat, auf dem wir da wandern… aber jetzt is ja wochenende, da geht’s grad wieder.

  13. Natürlich brauchen die Kids immer wieder den Tritt in den Hintern.
    Die Sache ist nur die, man muß ihnen schon immer wieder in Erinnerung bringen, WAS GENAU erwünscht ist.

    Die suchen sich das nämlich ganz gern mal aus der Fülle dessen aus, wa sonst noch so geboten wird. Und da ist Bad Boys doch viel cooler als die nervig-eierpampige Realität.

    Was mich an der ganzen Sache halt nervt, ist die Sucht, „Schuld“ und SChuldige zu suchen. Bringt letztlich nicht viel, denn selbst wenn man die SChuldigen am Pranger ausstellt und anspucken läßt – das Problem bleibt bestehen.

    Ich habs mehr mit der Fehlersuche.
    Und da fiel mir deutlich ins Auge, daß viele Pädagogen schon mal nicht beigebracht kriegten (und das ist nicht ihr eigener Fehler – aber es enthebt sie nicht von der Pflicht, es später selbst zu erarbeiten), wie genau man lobt und straft.
    Das ist nicht trivial, es gibt verschiedene Methoden.

    Die gern von Zuständigen angewendete SChuldigensuche hindert eigentlich eine gute Entwicklung. an der Stelle hört es nämlich auf.
    Der dämliche lehrplan (schlecht durchdacht an vielen Stellen) tut sein übriges.
    und die entsprechenden SChulgesetze (ich habe das für 3 verschiedenen Bundesstaaten durchgeackert) sind streckenweise einfach scheußlich.

    Das kann ein einzlner Pädagoge auch nicht einfach ändern.
    Was er tun kann, ist die geforderten Hausaufgaben auch abzufordern. Sonst bringt er seinen SChülern bei, daß man die nicht machen braucht.
    Kinder lernen.
    Permanent.
    Die Frage ist bloß, was genau.

    Fordern, das heißt, nicht einfach erwarten, daß es klappt.

  14. Hallo, Frau Freitag,
    die Zeiten sind anders heute. Wenn ich als Berufsschullehrer beobachte, wie viele junge Leute nicht zu schätzen wissen, dass sie einen Ausbildungsplatz haben und es selbstverständlich finden, ständig zu spät zu kommen und die Welt ungerecht finden, wenn sie nach vielen Ermahnungen dann entlassen werden, wird mir ganz schlecht. Andererseits weiß ich als Pflegevater einer schwer traumatisierten Tochter, was dahinter stecken kann und mit wie vielen Problemen sie sich in ihrem zarten Alter herum schlagen, bin ich schon versucht, Verständnis zu haben… Vernachlässigung im Kindesalter, Bindungsunfähigkeit und Loyalitätskonflikte sind da noch die geringsten Übel. Meine Erfahrungen damit habe ich in meinem Blog unter http://Traumakinder.wordpress.com veröffentlicht.

  15. Keine Ahnung, wie es den anderen Mitarbeitern im Jobcenter geht, bei mir bricht öfters mal Fassungslosigkeit aus, wird abgelöst von Resignation und endet im Stoizismus. Was auch sonst… Ihre Schüler sind für unsereiner oft der einzige Draht zu den Eltern, die trotz x Jahren (Jahrzehnten) nicht einmal genug Deutschkenntnisse besitzen, um ihre Anliegen verständlich zu formulieren. Versuchen Sie mal, einer klassischen Ane zu erklären, warum die GEZ auch bezahlt werden muss, wenn man nur TV über Satellit schaut, dass die einen Bescheid UND ein Formular fordern, um die Kunden von der Gebühr zu befreien etc pp…
    Beneide Sie trotzdem kein Stück 🙂

  16. wozu man GEZ bezahlen soll, erschließt sich mir auch nicht sinnhaft. Daß diese Leute meine Adresse und meine persönlichen Daten einfach so von der staatlichen Meldestelle bekommen, noch viel weniger.
    Weils halt Vorschrift ist, mehr auch nicht (noch ist es nicht so weit, daß man fürs zufällige Gucken irgendwo zahlen muß, wenn man kein eigenes Gerät hat…)

    und daß man Leute nicht „motivieren“ kann, egal wie oft es immer wieder behauptet wird, sollte sich einfach mal langsam herumsprechen. Man kann Motivation wecken – oder aber zerschlagen (was weit verbreitet ist, viel weiter, als die darin Aktiven selbst ahnen wollen…).

    und was die Mitarbeiter im Jobcenter betrifft, so wäre eine Evaluation innerhalb der eigenen Bereiche mehr als sinnvoll.
    Da greifen aber Immunisierungsstrategien, die perfekt funktionieren.
    Das geht los bei fehlerhafter Beratung, Vergabe von unzutreffenden Formularen (und dann hinterher der lapidare Hinweis auf Fristenüberschreitungen etc).
    habs mit angesehen bei einem jungen Behinderten, da ist die Sache NOCH unverschämter als bei Leuten, die sich selbst behelfen können.

    Trau-schau-wem.

  17. fau freitag, durch den beruf ,eines mannes kenne ich ganz viele multi kulti junge und etwas ältere leute. was mir auffällt ist, dass sehr viele davon trotz schlechter schulbildung recht erfolgreiche selbstständige sind. es sind sogar zwei Jungs vom disco türsteher zu erfolgreichen security unternehmern geworden. vielleicht ist es hier etwas einfacher weil es (hh) weniger gettobildung gibt als bei euch. ich denke aber, es könnte helfen die kids 1. mit erfolgreichen rolemodels zusammenzubringen und 2. sie in ihren ideen zu bestärken, sie ein wenig richtung realität zu justieren und zu akzeptieren, dass viele Lebensläufe der „neudeutschen“ anders verlaufen, als wir „altdeutschen“ das gewöhnt sind. nicht zuletzt braucht unser land entrepreneurship (dazu sind die sicherheitsverliebten deutschen ja oft zu feige) und viele neudeutsche sind wunderbare netzwerker, so dass große kreise vom gründergeist eines einzelnen profitieren. Mein Rat lautet daher: etwas mehr vertrauen in die schüler, diese doll ermuntern ihrwn weg zu gehen und vor allem gern auch das „dorf“ for good verlassen.(an den fehlern ist die ipad tastatur schuld, nicht ich)

    • bei mir ist auch die tastatur schuld. aber zum rest – ja, ermutigen – ich bin mir ja auch ganz sicher, dass aus denen glückliche menschen werden – und arbeiten werden die auch. und ja, an diese etwas krummeren biographien muss man sich halt gewöhnen. ich bin auch nicht sofort nach der schule lehrerin geworden.

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