Freunde – my ass!!!

Jetzt habe ich eine ganz tolle Beschäftigung für die langen Sommerferien gefunden. Mein neues Ding: Freunde verprellen. Muss man ganz langsam anfangen, von kleinen Sticheleien, über offenen Konfrontationen, hin zum totalen Zerwürfnis.

Ich habe das Ganze schon mal mit Frl. Krise ausprobiert. Wichtig ist, dass man sich über äußerst unwichtige Dinge streitet. Das hat neulich schon gut geklappt. Wer wissen will, wie das geht, der kann das hier nachlesen. Man sollte auch mit persönlichen Beleidigungen nicht zu sparsam sein.

Weil das so easy war mit dem eigentlich recht friedfertigen Frl. Krise, bin ich gleich zu Frau Dienstag gegangen und habe mich mit ihr gestritten. Sehr zu empfehlen ist die Taktik: Komm wir sagen uns mal alles, was uns am anderen stört. Hier muss man schonungslos vorgehen. Die Beiden bin ich jedenfalls schon mal los.

Bleiben noch andere Freunde und Bekannte. Achtung: Nicht jede Methode wirkt bei jedem. Man muss schon ganz genau wissen, was den zu Verprellenden wirklich verletzen und wehtun würde. Bei manchen reicht schon ein läppisches sich nicht melden, bei anderen muss man schon härte Geschütze auffahren. Kritik am Verhalten des Gegenübers kommt gut an – gepaart, mit einer detaillierten jammerig – bis eingeschnappten Detailerläuterung der eigenen Gefühle, inklusiver Verletztheit. Beim Anderen entsteht ein schlechtes Gewissen und extremes Genervtsein-Gemisch. Die so bearbeiteten Freunde melden sich dann garantiert nicht mehr.

Aber die Sommerferien sind lang. Und wenn man viele Leute kennt, hat man ganz schön zu tun, sich mit allen zu überwerfen. Ist man damit fertig und die Ferien dauern noch an, dann kommt man bei einzelnen wieder angekrochen und wimmert Entschuldigungen. Jetzt kann man die Verprellung nach einem kurzen Waffenstillstand wieder neu starten.

So, das ist also mein Plan, für diese schullose Zeit. Ein obskures neues Hobby, auf das ich in meinem Alltag nie gekommen wäre. Jetzt werde ich erstmal ein paar Leute anrufen und alte Sachen aufkochen. „Du, ich muss mal mit der reden…was du da neulich gesagt hast….“

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8 Gedanken zu “Freunde – my ass!!!

  1. Hui…..was soll ich jetzt dazu sagen……erst mal vielleicht-alles wird gut, Frau Freitag!
    Und, Sie beginnen jetzt schon damit, das ist Vorbeugung, denn spätestens, wenn man dann mal eigene Kinder hat, hat man eh immer weniger Freunde….also ich erziehe nun seit 19 Jahren, mal mehr, mal weniger erfolgreich, aber von verprellten Freundschaften, kann ich dabei echt erfolgreich was erzählen.
    Der einzigste Trost, den man hat, ist der, dass es einem mit den Jahren nicht mehr soviel ausmacht….man hat ja die Familie…..huuuuäääähhhh

  2. also, claudine coquette beleidigt frau freitag am besten mit einem klaren diss gegen die gilmore girls. oder indem man sie vanessa nennt. oder georgina. obwohl, das ist eigentlich schon fast wieder ein kompliment…
    xoxo

    • halt! So geht das ja nicht. Frau Freitag will nicht beleidigt werden! mein Hobby geht nur zu einer Seite! Nur ich darf die Freunde verprellen. Ist wie eine Einbahnstraße.

      • so war dit ja auch gar nicht gemeint! der satz steht in inversion, oder so was: „claudine coquette wird von frau freitag am besten beleidigt mit einem klaren diss gegen die gilmore girls.“ verstehste??!

      • verstehe,…raffiniert. Hatte ich mir auch schon gedacht, aber dann war mir das wieder zu kompliziert.

  3. Mach mal lieber nich so fraufreitag, so produzierst du keinen Mehrwert. Guck mal wo das dekadente Adelsgeschwätz hinführt: Intrigen statt Produktion. Lass mal lieber auf die Arbeiterklasse konzentrieren! Himbeer-Vanille-Torte – pah – schnick schnack!

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