Fußball – aber wo?

Fuuuußballllll!!!! Das Schönste an einer WM ist doch, dass man endlich auch als Frau mal Fußball gucken kann. Bundesliga, Schämpijenslik – geht mir alles am Arsch vorbei! Aber bei der WM da sind wir Frauen dabei und glänzen mit herrlichem Halbwissen: „Warum Spielen die Deutschen in schwarz – sonst sind wir doch immer die Weißen, oder?“ „Darf der nächstes Spiel nicht mitspielen, wenn er eine gelbe Karte bekommt?“ „Wie, was Freistoß?“ „Ach, ich bin soooo aufgeregt wegen des Spiels…“

So verlebe ich nun schon seit Jahrzehnten die WM-Zeit. Und nach einigen missglückten public-viewing Versuchen habe ich festgestellt, dass man die Spiele der deutschen Mannschaft am Besten zu Hause gucken kann. Eine Halbzeit haben wir draußen geguckt und dann auch glatt verloren, dass kann ich heute nicht verantworten.

Am Samstag bin ich zufällig in einen Fanmeilenstrom gekommen – das war sooo schrecklich. Jeder trug ein Trikot der deutschen Mannschaft und wenn ich mich recht erinnere, waren da überall Hakenkreuze drauf. Und besoffen und tump waren die…so was gibt es hier im Headquater gar nicht.

Also mein Rat an alle, die noch nicht wissen, wo sie heute Fußball gucken wollen – guckt zu Hause mit Freunden. Ich weiß, man denkt immer- draußen ist geiler – aber ich garantiere –  stimmt nicht. Und dann isses zu spät. Wenn man einmal in der Fanmeile steht, dann muss man da auch stehen bleiben. Ansonsten wünsche ich allen ein herrliches 3:1. Der Freund sagt 4:0 musst du schreiben.

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10 Gedanken zu “Fußball – aber wo?

  1. Egal wie das Spiel heute ausgeht, in der Stadt möchte ich dann nicht unterwegs sein. Meinem Lieblingsmann ist es nach einem Vorrundenspiel nicht erspart geblieben, so dass er heute mit Auto auf Arbeit gefahren ist. Dann braucht er sich in der S-Bahn nicht über besoffene, grölende Typen so ärgern, deren Intelligenz gerade dazu reicht, die Fahne falsch herum aufzuhängen.
    Ich schaue auch zu Hause und drücke die Daumen für Unsere.

  2. Also – das mit dem schwarz und weiß wollte ich eigentlich auch immer schon wissen… habe mich bloß bis jetzt noch nie getraut, jemanden zu fragen! Wissen SIE es denn???

    • nein, momentan noch nicht, aber ich werde heute abend den fußballsachverständigen fragen, den wir uns zu jedem spiel einladen. Ist leider nicht immer der gleiche – heute nur mit ersatzsachverstand, aber ich werde es irgendwie herausfinden.

  3. Hach, jetzt habe ich inzwischen doch mal gegoogelt (war nicht einfach – welchen Suchbegriff nimmt man da?) und siehe da:

    Rund fünf Monate vor Beginn der WM 2010 in Südafrika hat der DFB zusammen mit Ausrüster adidas das neue Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft präsentiert.
    Künftig wird das DFB-Team als „Gastmannschaft“ in schwarzem Trikot mit goldenen Streifen und rotem V-Ausschnitt sowie mit weißer Hose und schwarzen Stutzen auflaufen. Insgesamt zieren elf Linien das Trikot, die die elf Spieler und damit verbunden den Teamgeist der Mannschaft symbolisieren.
    Das Design des neuen Auswärtstrikots ist inspiriert vom ersten Auftritt einer deutschen Nationalmannschaft am 12. Dezember 1898 in Paris. Damals siegte die deutsche Auswahl in einem schwarzen Trikot mit 7:0 gegen den White Rovers Club.
    Das goldene DFB-Wappen mit dem Bundsadler liegt auf schwarzen Grund, in den drei goldenen Sternen sind die Jahreszahlen der deutschen WM-Titelgewinne 1954, 1974 und 1990 geprägt. Das Trikot wird im Nacken durch den goldenen Schriftzug „Deutscher Fußball-Bund“ in klassischer Schreibschrift hervorgehoben. Über das gesamte Trikot verläuft vereint ein feines rotes Band, das die Verbindung zwischen der Nationalmannschaft, dem DFB und adidas symbolisiert.
    Neben dem klassischen Trikot können die Spieler auch ein besonders körperbetontes Jersey wählen.

    Wieder was dazu gelernt! Dann muss ich nur mal gucken, ob ich nachher die vielen Symbole auch gut erkennen kann!

  4. Wenn Deutschland als erstes genannt wird, spielen sie in weiß (Heimtrikot), wenn Deutschland als zweites genannt wird, wie heute abend z. B. dann spielen sie in schwarz (Auswährtstrikot)

    LG
    Stoni im Beckenbauerauwärtstrikot von 74 (grün), die obiges Lied komplett mitsingen kann, dabei war sie da erst 5 (manche Dinge vergisst man nie)

  5. Jawollo. Zu Hause ist es am Besten…
    Das ungute Gefühl, das auch mich bei den vielen Deutschlandfahnen überkommt – gerade auch wenn es scheinbar so harmlos wirkt, wie an Autospiegeln, als schwarz-rot-goldener Bikini oder sonstiger partyähnlicher Präsentation – ist wissenschaftlich als berechtigt belegt worden. Es ist nicht ganz so harmlos, wie Viele es vielleicht gerne hätten. Und somit sind die imaginären Hakenkreuze keine so falsche Assoziation, da die seit 2006 vermehrte Fahnenschwenkerei offenbar deutlich mit stärkerer nationaler Abgrenzung bis hin zu Fremdenfeindlichkeit korreliert. Nüscht mit unverkrampftem Patriotentum: Vorsicht mit diesen Fahnen.

    („… Wilhelm Heitmeyer hat für die These, da habe das Land zu einem
    ‚toleranten Patriotismus‘ gefunden, genau fünf Worte übrig:
    ‚gefährlicher Unsinn, ein Stück Volksverdummung‘ …)

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/studie-zur-fussballweltmeisterschaft-fussballtaumel-und-fremdenfeindlichkeit-1.893255

    Außerdem kann man sich mit seinem Stuhl prima in Richtung Fernseher ausrichten, keiner hampelt einem vor der Nase rum und ein kühles Getränk steht immer in Reichweite. Viel Spaß heute abend …

  6. Tja, da hat sich inzwischen vieles schon wieder von selber erledigt. Hattense die alten weißen Hemden an; ich konnte nicht symbolisches entdecken; und jetzt ist das ganze Thema ja sowieso irgendwie in die Akten gefallen.
    Trotzdem schöne Ferien! 🙂

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