Ich bin volle Kanne gegen Gewalt

Ach ja das Wochenende…da wird man so richtig faul. Ohne Schülerkontakt fällt mir auch gar nichts ein. Fühle ich mich doch seit vorgestern ein wie ein Privatmensch.

Ich bin ein wenig entsetzt, wie falsch ich hier dauernd zitiert werde. Also nicht falsch zitiert, aber irgendwelche Leute kopieren Passagen aus meinem Text über das Gerichtsurteil zur „Körperverletzung“ und schreiben so, als sei ich für die Einführung der Prügelstrafe. Oder ich sei geprägt von Hilflosigkeit, Wut und Verachtung. Bin ich voll nicht! Ein optimisterisches Stehaufmännchen als mich muss man erstmal finden.

Wäre ich wirklich schon so frustriert, wie manche denken, würde ich den Beruf wechseln oder wäre schon dauerhaft krank. Also hier lieben Gutmenschen, die ihr gar nicht beurteilen könnt, wie ich so drauf bin oder wie ich mit den Schülern umgehe: Wenn ihr alles so viel besser wisst und mir nicht mal ein wenig Polemik gönnt, warum kommt ihr nicht an meine oder eine andere heiße Schule mit vielen Problemkindern und engagiert euch vor Ort?

Wer mal die volle Realitätspackung wünscht, dem könnte ich ein paar spannende Vertretungslehrerjobs an interessanten Schulen vermitteln. Aber nachher nicht hilflos rumjammern!

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5 Gedanken zu “Ich bin volle Kanne gegen Gewalt

  1. Manche bräuchten vermutlich hinter jeden Satz so drei bis fünf Zwinkersmileys, um zu verstehen, wie ernst was gemeint ist…

  2. …du machst hier sehr schön deutlich, dass du ganz hervorragend mit deinen schülern umgehst. ansonsten wärst du kaum in der lage, so wundervoll böse texte über sie und dich und den ganzen laden namens schule zu verfassen.

  3. Na ja, ganz ehrlich: man muss schon eine ganze Weile hier mitlesen, um dahinter zu kommen… Manche Deiner Beiträge wirken nämlich schon sehr frustriert und genervt und der Respekt für Deine Schüler und Schülerinnen kommt auch nicht immer ganz durch. Wie gesagt, wenn man eine Weile mitliest, kann man ahnen, wie es eigentlich gemeint ist, aber das ist nicht unbedingt zwingend… Die Wirkung ist eben doch manchmal anders als die dahintersteckende Intention. Zumindest geht es mir so.

    So long,
    Corinna

    • Das ist ja leider Gottes zu oft das Problem. Warum den Zusammenhang verstehen wollen. Es reicht doch, wenn man zwei Passagen gelesen hat. Damit hat man die Legitimation für sich gepachtet ein Feedback über die letzten drei Sätze abzugeben.

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