Zwischen den Jahren

Ich weiß nicht mehr wo ich bin. Irgendwie habe ich mich verlaufen und verloren zwischen den Jahren. Ich bin nicht mehr im letzten und noch nicht im neuen Jahr. Jetzt ist doch diese ominöse „Zwischen den Jahren Zeit“ und ich komme gar nicht mehr klar mit was und wie und wo ich bin. Sicher fühle ich mich nur noch auf dem Sofa und dort warte ich, dass es wieder dunkel wird. Ist es noch Weihnachten? Ist es schon Sylvester? Sollte ich nicht Wäsche waschen? Ist das da draußen Nebel oder schon das Ende der Welt? Wahrscheinlich nur der Nebel des Grauens. Grauen auch im Kühlschrank. Nix mehr drinne. Nur Senf und Marmelade. Der Freund verläßt das Haus nicht mehr. Niemand geht mal einkaufen. Wo sind eigentlich die Plätzchen, die man jetzt zu Hauf haben sollte. Wie soll ich mir hier Feiertagsspeck anfressen, wenn nichts zu Essen hier ist. Jetzt werden die Tage doch wieder länger, dann ist doch auch bald Frühling, oder? Diesmal darf ich den Frühling nicht verpassen. Ich muss die Frühlingssachen genau zum richtigen Zeitpunkt in den Schrank räumen.  Wenn ich mir was aussuchen könnte, was ich jetzt essen möchte, was wäre das denn? Noch nicht einmal das weiß ich. Verloren zwischen den Jahren. Zeitbermuda, das nervt. Ich will wieder normal! Meinetwegen auch mit Arbeit und nach Hause kommen. Aber wo ist mein Alltag hin. Nicht einkaufen gehen kann doch keine Tagesbeschäftigung sein. Das Sofa ist doch kein Lebensmittelpunkt. Der Fernseher…ach der… der lügt doch auch. Ferien… der schönste Moment der Ferien ist und bleibt der letzte Schultag.

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6 Gedanken zu “Zwischen den Jahren

  1. Liebe Frau Freitag, wo sind deine ganzen Ideen geblieben. Wir wollten doch ein Café mit integrierter Schlosserei aufmachen. Schüler könnten Backförmchen und Kerzenständer schweißen. Wo sollen die ganzen Keksrezepte herkommen, wenn du sie nicht ausprobierst. Wieso hast du keine Kekse zu Hause und seit wann lügt der Fernseher?? Und mach ma nich so bescheiden, wie ich dich kenne sind Senf und Marmelade bestimmt selbst gemacht – wäre auch ein schönes Verkaufsprodukt für das Café – könnte man auch viele Schüler mit beschäftigen. Nein, das Sofa ist doch kein Lebensmittelpunkt, nähe lieber ein paar schöne Kissen fürs Sofa, gestrickte sind auch schön – Hauptsache immer in Bewegung bleiben…schaffen schaffen produzieren – schneiden, feilen, hämmern, biegen, schweißen – puh, hat nich so geklappt mit den kleinen Zielen, meine Fingernägel sind immer noch dreckig und mein Gehirn verklebt mit Kreativität – Hilfe…ich brauche Struktur…

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