Arbeit, Arbeit, Arbeit

Tja, was soll ich schreiben – gestern und heute gab es ja keinen Feindkontakt, wegen Wochenende. Dafür habe ich mich heute stundenlang auf die kommende Woche vorbereitet. Heute fünf Stunden und ich bin immer noch nicht fertig. Wollen wir doch mal sehen, ob das Unterrichten nicht doch leichter fällt, wenn man sich gut vorbereitet….

Ich schwanke bei meinen Vorbereitungen immer zwischen: „Bringt ja sowieso nichts. Die habe sowieso keinen Bock, egal was ich denen anbiete.“ Und: „Die können zwar nichts, aber jetzt kommt Frau Freitag – Megateacherwoman und wird denen mal zeigen, wo’s langgeht. Wäre doch gelacht, wenn die nicht am Ende doch alle Abitur machen.“

Und dann stehe ich da mit meiner tollen Vorbereitung und meinen Methoden und Medien und dem ganzen Schnulli und  es sind 35 C,  die haben alle Hunger, wollen aufs Klo oder nach Hause oder ein Spatz fliegt in meinem Raum rum und dann kann man auch mit dem dem schönsten Geklipper nichts erreichen.

Oft frage ich mich nach dem Unterricht, warum ich mich eigentlich so genau auf diese Stunde vorbereitet habe. Okay, weil es mein Job ist. Logo. Aber mal davon abgesehen, wäre es nicht besser ich amüsiere mich das gesamte Wochenende von Freitag nach dem letzten Klingeln, bis Montag um 5 Uhr? Ausgelassen und glücklich käme ich dann Montag in die Schule und würde mich lässig durch den Tag schummeln. „Frau Freitag, Sie sind aber heute nett.“  „Ja, vallah, sie hatte voll gute Laune.“ Klar, ich war ja übers Wochenende in Rom, oder auf ’nem Rave oder in einem Wellnesshotel oder Paddeln, Campen oder Ballonfahren. Habe zwei Tage nicht an die Schule und die Patienten gedacht und mich enorm erholt. Ich könnte auch direkt aus der Disco in die Schule kommen. Hat doch als Schülerin auch geklappt.

Frl Krise hat mal ein halbes Jahr so getan als stünden die Sommerferien vor der Tür, dabei war es Winter. Frau Dienstag verlängert das Feriengefühl, indem sie – wie gesagt – erst sehr verspätet anfängt. Und ich, ich sitze hier den ganzen Tag schlechtgelaunt am Schreibtisch. Highlight des Tages – die Lindenstraße.

Frl. Krise, Frau Dienstag, lass mal nächstes Wochenende nach Binz fahren. Oder nach Venedig oder Malle. Scheiß auf Vorbereitung – lass mal alles aus’m Ärmel schütteln. Improvisieren lautet die Devise. Erstmal slow anfangen, so mit Montagmorgenkreis und frühstücken und quatsching und so. Die Schüler dort abholen, wo sie sind – zu hause – im Bett? Na, wie wär’s seid ihr dabei?

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6 Gedanken zu “Arbeit, Arbeit, Arbeit

  1. Alta, binsch voll krass ubersseugt, dass du bist nisch geeignet fur Lehrerberuf, guckst du. Warum du nisch suchst andere Job? Macht disch bestimmt voll fett glucklisch, isch schwör.

  2. Schule is schaise, Alta. Hattsch immer Lehrer, die waren su dumm sum Schaisn.
    Guckst du, sagt Studie von Uni Frankfurt, glaubsch, dass nur Studenten wollen sein Lehrer, die nix mögen Risiko un wollen Garantiejob (Beamte) un 3 Monate Ferien. Nur gans wenige, die wirklich in ächt berufen su Lehrerjob, isch schwör.

    • Lieber Moslem,
      langsam gehst du mir mit deinem Gestammel ganz schön auf die Nerven. Was willst du eigentlich? Kommst du nur her, um dich auszukotzen -in diesem schlechten ausgedachten Sprachstil? Bist du besoffen oder kannst du nicht schreiben? Hast du überhaupt schonmal jemanden so reden hören, wie du hier schreibst? Wenn du keine Ahnung hast – dann bleib doch auf dein‘ Blog! Das hier ist mein Blog!
      Oder was willst du? Wenn ich nicht berufen bin für diesen Beruf, dann ist das keiner! Zwischen den Zeilen lesen, AAAAltaaa!!!!

  3. Na, mal nicht so empfindelich…

    Der Moslem hat bestimmt noch nicht so viel gelesen von Ihrem Blog, sonst hätte er bestimmt nich geschrieben, dass Sie nicht geeignet sind für den Beruf.
    Aber er hat ja auch keine Zeit, er muss doch seinen eigenen Blog betreuen und auch noch bekannt machen, wie soll er da andere Blogs lesen?
    Und mit den Berufen ist ja auch so, dass voll viele Leute auf Bohrinseln arbeiten wollen, weil da gibt auch immer drei monate ferien und dann wieder drei monate arbeiten, die sind überhaupt nicht an dem öl interessiert, nur an der kohle und dem frei, da müsste man mal ein studio drüber machen…

  4. Ich weiß, ich bin spät. aber ich lese chronologisch und habe Tränen in den Augen (vor Lachen).
    Schon mal was von Schwellenpädagogik gehört. Beim Übertreten der Schwelle zum Klassenzimmer entscheiden, was man unterrichtet. Keinen Stress am Wochenende, mehr Malle oder von mir aus auch Binz, vallah ich schwörs.

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