Manchmal tut auch vergleichen reichen

Hallo herrliches Wochenende. Heute frei, morgen frei, übermorgen wieder dabei. Langsam müssten doch alle Schulen wieder die Arbeit aufgenommen haben, oder? In jeder Schule startet das neue Schuljahr mehr oder weniger turbulent. Nur nicht bei Frau Dienstag. Da gibt es immer einen äußerst soften Anfang. Fast einen Hamburger Modell-Start. Erstmal chillen, dann mal sehn, wird schon irgendwie werden. Entweder die fangen da mit Praktikumsbetreuung an, mit Projektwochen, oder Wander- bzw. Studientag. Würde sich die Schule nicht jedes Jahr auflösen, um sich dann wie Phönix aus der Asche wieder irgendwo neu zu erfinden, wäre ich schon längst dorthin gewechselt.

Frau Dienstag ist jedenfalls immer sehr entspannt. Hat noch genügend Kraft, um mich ausreichend zu bemitleiden. Wenigstens etwas. Und nun arbeitet sie sogar an einer Erkältung. Sie hat soviel Zeit, dass sie sich jetzt auch noch Allergien anschafft. Dazu habe ich momentan wirklich gar keine Zeit. Ein Lichtblick in meiner stressigen Anfangsphase ist jedenfalls definitiv Fräulein Krise. Die ist immer gut für tägliche Dramen und Katastophen. Ruf ich sie abends an, um ihr von meinen Niederlagen zu berichten, dann ist es bei ihr garantiert noch schlimmer gewesen. Komme ich um 17 Uhr nach hause, sagt sie: “ Bin gerade rein. Steuerungsgruppe. Ging bis 19 Uhr.“ Habe ich drei neue Schüler in der Klasse, dann hat sie garantiert 5 neue. Hat sich bei mir einer das Bein gebrochen, ist bei ihr einer gestorben.

Im Vergleich mit Frl. Krise geht es mir eigentlich immer noch ganz gut. Verglichen mit Frau Dienstag könnte ich mir gleich ’nen Strick nehmen. Also muss ich nach einem Dienstag-Gespräch immer noch Frl. Krise anrufen. Für eine ultimative und langanhaltende Glückseeligkeit müsste ich mich allerdings schnell mal wieder mit Referendaren anfreunden. Das Leben funktioniert echt vergleichsweise.

In diesem Sinne werde ich mal einkaufen gehen, denn die armen Verkäuferinnen müssen ja heute sogar arbeiten und ich hab‘ heute frei. That will make my day!

Advertisements

2 Gedanken zu “Manchmal tut auch vergleichen reichen

  1. Also Frau freitag,
    jetzt ham sie aber ein bisschen übertrieben….gestorben is bei mir noch keiner!
    Bloß Samson.., der musste gestern nach der zweiten stunde nach hause geschickt werden ( vom neuen Kunstlehrer, der noch nicht weiß, dass man das nicht darf!!!), weil er „leberversagen“ hatte. Sagte er jedenfalls. Daraufhin überfielen mich seine mitschüler gleich zu beginn der biostunde mit der düsteren frage:“ Darf ein arzt einem kind sagen, dass es STERBEN muss?“ Ich glaube, sie haben ein schlechtes gewissen, weil sie immer so unnett zu Samson sind. Allerdings ist Samson (nomen est omen) auch unnett zu ihnen – er ist nämlich riesengroß, riesendick und riesendumm und ein bisschen gewalttätig. Wo ist jetzt mal der medizynicus? Ich dachte ja mit leberversagen liegt man auf intensiv und
    latscht nicht in der schule rum?
    Na ja, wie auch immer…..die erste woche ist rum! Und wir leben noch!
    Tschööööööööööööö

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s