Wie wird man Lieblingslehrer?

Und wie wird man Lieblingslehrer? Klar, gute Zensuren geben, kurzweiligen Unterricht machen, humorvoll, konsequent und gerecht sein…aber sind wir mal ehrlich, wenn wir einen Lehrer gut aussehend fanden, na das hat doch schon geholfen…war jedenfalls bei mir so. Knuffig reichte ja auch schon, bei den Naturwissenschaftslehrern. Mit dem Unterricht hatte die Wahl des Lieblingslehrers, meiner Meinung nach aber gar nicht soviel zu tun.

Mein Freund mochte seine Französischlehrerin, weil sie zu ihr nach Hause durften und dort für alle Crepes gemacht hat. Ich mochte meine Lehrerin, weil sie Karate konnte und nett war. Eine andere mochte ich, weil sie mit einem fetten Motorrad zur Schule kam. Und den Englischlehrer fand ich gut, weil der immer pfeifend und stets gut gelaunt durch das Schulgebäude tänzelte. Mein Kunstlehrer war irgendwie cool, weil er Ohrringe hatte und seiner Tochter einen wirklich bekloppten Namen verpasst hat.

Wenn ich ehrlich bin waren meine Lieblingslehrer wahrscheinlich einfach nur die Personen, die ich als Mensch nett fand und mit denen ich mich auch als Erwachsene gerne umgeben würde. Und wenn das nette Menschen waren, dann ging das auch irgendwie mit dem Unterricht und dann habe ich bei denen auch was gelernt. Ich war sowieso eine Schülerin, die nur für den Lehrer und höchst selten für irgendetwas anderes gelernt hat. „Ist der Lehrer zufrieden, freut sich der Schüler.“ Und die Kriterien für einen Lieblingsschüler habe ich zudem auch erfüllt. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hatte ich mit vielen Lehrern in meiner eigenen Schulzeit mächtig viel Ärger.

Liebes Schulamt, stellt doch einfach mal nur noch nette Leute ein, dann habt ihr auch keine Bildungsmisere mehr. Oder mache ich es mir hier etwas zu einfach? Es liegt doch alles immer nur am Lehrer, oder?

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5 Gedanken zu “Wie wird man Lieblingslehrer?

  1. ich denke es liegt auch an der ganz allgemeinen genossenen erziehung – schon blöd für einen lehrer der noch grundlegende dinge der erziehung versuchen muß rüberzubringen…dazu sag ich jetzt noch: bildungsferne in der kompletten familie, keine vorbildfunktionen im elternhaus und bla bla bla…

  2. bildungsferne familie… das trifft bei mir eigentlich ganz gut zu (wenigstens wurde ich mit liebe und zu anstand erzogen), wahrscheinlich gehörten deshalb jene lehrer zu meinen lieblingen, die einfach lust auf wissen vermitteln konnten. bei denen man nicht das gefühl hatte, dass ihr vorrangigstes ziel das sture abarbeiten ihres lehrplans wäre. die keine fachidioten waren und jene, die verbindungen zu anderen wissensgebieten herstellten, die in ihren arbeiten wert auf anwendung und nicht abfragen von lehrstoff legten… ja, die mochte ich 🙂 und eine gute prise humor kann auch nie schaden!

    p.s: sorry, dass dieser kommentar so spät kommt, aber nach einer woche kreuz-und-quer-freitagsblog-lesen habe ich heute erst von vorne angefangen…

  3. lehrer die beliebt sein wollen müssen genügend geduld haben die kinder kennen lernen und mit ihrer schwächen und stärken lernen umzugehen ihre meineng akzeptieren……..es gibt da eine besondere lehrerin die heißt freu kramer sie ein wundervolle lehrerin

  4. Wenn das Schulamt nur nette (oder nach Schüleransicht gute) LehrerInnen einstellen würde, gäbe es an jeder Schule max. 2-4 Lehrer (also viel zu wenige…)

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