Mit ‘Migration’ getaggte Beiträge

Immer muss ich alles alleine machen…

Juni 25, 2009

Gestern war auf ARTE (so ein Trashsender, nicht zu verwechseln mit dem Bildungssender SAT1) ein Themenabend über Integration von Migranten. Schule und so, weisssu. Die waren in ganz Europa und so richtig Top läuft das mit dem Integrieren eigentlich nirgends. Nur 3 von 100 Migris machen das Abitur. Aber warum tun sich die Länder so schwer damit ihre Zuwanderer und deren Sippschaft hier in unsere Gesellschaft  rein zu integrieren (mein neues Lieblingswort – reinintegrieren)? Das kann doch nicht so schwer sein. Also ich hätte da ein paar dufte Vorschläge.

  1. Das Schulsystem ändern!

Erstmal muss natürlich sofort die Dreigliedrigkeit abgeschafft werden. Die gibt es auch nicht im Tierreich und wer braucht schon das Gymnasium. Ein Haufen reicher Streber, die behütet ohne Kevins, Justins  und Alis ihre Allgemeinbildung pimpen, ohne, dass sie lernen, wie sie von Jungs zu richtigen Männern werden. Von denen hat sich bestimmt noch keiner mit 30 Kusengs vorm Schultor geprügelt. Die Mädchen verlassen die Schule und wissen nachher gar nicht, wie man French Nails macht, sich richtig schminkt und was zu Pink passt. Also her mit den Gemeinsamschulen. Gymnasiasten, nichts für ungut, aber essentielle Bereiche des Lebens lernt ihr wirklich nicht auf euren Gymnasien. Und den Gymnasiallehrern fehlt doch auch die schöne Erfahrung, wie es ist einem Haufen 18 jähriger Intensivtäter in der achten Klasse das große Einmaleins beizubringen.

2. Elternarbeit

Ganz wichtig ist natürlich, die Eltern in den Bildungsprozess mit einzubeziehen. Wir fangen mal mit den Müttern an. In meiner perfekten Brennpunktschule gäbe es für die Mütter jeder einzelnen Klasse vormittags Deutschunterricht. Die Schüler kämen morgens, mit ihren Müttern gemeinsam, zur Schule und ganz nebenbei hätte man das Problem des Zuspätkommens gelöst. Kommen Mutter und Kind zu spät, verpetzt man sie sofort beim Vater. Die Mütter lernen, nachdem sie genug Deutsch gelernt haben, parallel zu ihren Kindern den jeweiligen Unterrichtstoff. Das erweitert die Gesprächsthemen am Abendbrottisch. Endlich können sich die Familien über Integralrechnung und unregelmäßige Verbformen unterhalten. „Sohn, was hältst du eigentlich vom Natodoppelbeschluss? War das damals korrekte Entscheidung?“

Die Aufsichten in den Pausen übernehmen selbstverständlich die Mütter. Ich garantiere, dass die das viel besser machen als die Lehrer und die wiederum legen sich in der Zeit ein bisschen hin, damit sie nicht immer so fertig aussehen.

Und die Väter? Die machen derweil den Haushalt. Räumen auf, waschen und wenn Mama und Kind nach Hause kommen, dann gibt es ein warmes Mittagessen..

In jedem Klassenzimmer sind Kameras und von dort wird 24 Stunden (halt, 8 oder 9 reichen) live gesendet. Jeder Vater kann dann auf Premiere die Schulzeit seines Kindes abonnieren. Abends können die beiden dann den Tag gemeinsam auswerten – auch hier liefert die Schule wieder Anlässe zur intensiven Kontaktaufnahme zwischen den Familienmitgliedern. Entstehen Konflikte während des Unterrichts gibt es eine Live-Schalte nach Hause und man klärt das Problem gleich mit dem Vater.

Ich hätte noch sehr viele Ideen, vom Bussing, über das Motiviering, das Einbeziehing von erfolgreichen Migris, bis hin zu einem gesetzlichen Zwang Bushido nicht solche Scheißtexte singen zu lassen.

Aber fangen wir doch erstmal an, die oben genannten Sachen umzusetzen. Ich bin sicher, die Welt wird sich schlagartig verbessern. Bild titelt: „Integration endlich geglückt! Ausländer rein! Danke Frau Freitag!“


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