Archive for Dezember 2012

Ist das Leben wirklich schön? Nicht für alle, oder?

Dezember 25, 2012

Eigentlich wollte ich ja jetzt von meiner Fahrt im UFO berichten, aber aus aktuellem Anlass muss das leider verschoben werden. Der aktuelle Anlass ist: Weihnachten!!!

Es gibt etwas sehr Wichtiges zu klären. Ich hatte gestern Nacht eine welterschütternde Erkenntnis. Aber von vorne…

Also, es ist Weihnachten – nicht zu übersehen und ich denke, ich berichte hier nichts Neues. Und für mich gehört eine Sache zu Heiligabend. Ein Ritual, eine feste Größe – eine immer wiederkehrende Handlung, die ich Jahr für Jahr wiederhole. An jedem 24sten Dezember wird bei uns Nachts “It’s a wonderful life” geguckt. Dieser Film ist nicht nur der schönste Weihnachtsfilm ever, er ist für mich an Heiligabend noch wichtiger, als der Weihnachtsbaum. “It’s a wonderful life” IST Weihnachten!

Und wie jedes Jahr liegen der Freund und ich vollgefressen, glücklich und leicht müde auf der Couch und genießen die Abenteuer von George Bailey. Und wie jedes Jahr heule ich mir am Ende die Augen aus, bin mit der Welt versöhnt und schlafe glücklich ein.

Nicht so gestern!!! Gestern fiel mir nun zum ersten Mal eine versteckte kleine Sache in dem Film auf, die ich anscheinend jahrelang übersehen habe. Sie hielt mich vom Schlafen ab und beschäftigte mich auch noch heute morgen beim Frühstück.

Also, wir erinnern uns – George hat den Ärger in der Bank. Ich finde es ja immer schon ziemlich schlimm, dass er die Stadt nicht verlassen kann und jedes Jahr sagt mein Freund, dass es nicht so schlimm ist, dass er bleibt, weil ja Mary da ist und alle ihn lieben, aber in der ersten Stunde des Films leide ich doch schon sehr mit ihm. Da ich die Handlung des Films über die restlichen 364 Tage des Jahres wieder vergessen habe, denke ich an jedem Heiligabend immer wieder, dass George vielleicht doch noch rauskommt. Naja, dann arbeitet er eben ein paar Monate in der Bank…, okay, dann eben vier Jahre, aber dann wird sein Bruder die Geschäfte übernehmen. Jedes Jahr schreie ich, nein, nein, steig nicht aus dem Taxi, flieg in die Flitterwochen, wenigstens Flitterwochen, bitte…

Okay, so weit so gut, oder so schlecht, aber erinnert euch mal an den Moment, wo George so völlig fertig nach Hause kommt und so gesteresst ist, von seiner Familie. Die Kinder nerven, die eine spielt Weihnachtslieder auf dem Klavier, der Junge will immerzu irgendwas buchstabiert bekommen – man fragt sich auch, was er da schreibt… und George geht es aber schlecht und er meckert alle an – verständlich, denn er hat ja wirklich RICHTIG schlimme Sorgen. Und dann ist da Zuzu, die kleine Tochter, die mit geflochtenen Haaren im Bett liegt. Weil: SIE EINE ROSE GEWONNEN HAT UND AUF DIE WAR SIE SOOOO STOLZ, DASS SIE, UM SIE NICHT ZU ZERDRÜCKEN, MIT OFFENEM MANTEL NACH HAUSE GELAUFEN IST UND SICH DABEI ERKÄLTET HAT! Und der Arzt war schon da und alle machen sich Sorgen und man denkt, jetzt chillt mal, die wird ja nicht gleich sterben. Und George – was macht der????? Der ruft bei der LEHRERIN von Zuzu an und macht sie fertig. Er schreit sie voll an, was sie für eine verantwortungslose Lehrerin sei, das Kind mit offener Jacke nach Hause gehen zu lassen und dass er sie verklagen würde, sagt er und die Steuergelder wären schlecht angelegt für Leute wie sie und er schreit und schreit… Ach nein, das war anders, die Lehrerin ruft an und fragt nach Zuzu – ist doch eigentlich voll nett… und trotzdem wird sie angeschrien.

“Aber ihr Mann hat sich doch für sie eingesetzt.” sagt mein Freund heute morgen in der Küche.
“Ja, ist doch wohl klar, wenn so ein Vater rummeckert am Telefon. Die Lehrerin konnte doch gar nichts dafür.”
“Aber George hatte doch diese Problem in der Bank.”
“Aber da konnte doch die Lehrerin nichts für!”

Und später ist George dann bei Martini – in der Bar und da ist der Mann der Lehrerin. Es ist Heiligabend und er ist in der Bar. Der Mann der Lehrerin ist völlig fertig, weil seine Frau so angeschrien wurde und dann sieht er Bailey und haut ihm eine rein. Richtig so, denke ich! Und was macht Martini – er schmeißt den Lehrerinmann aus der Bar und gibt ihm lebenslanges Hausverbot.

Okay, man kann George verstehen, er hat einfach einen Fehler gemacht. Er war ja auch zu seiner Familie ungerecht und zu Onkel Bill, der ja eigentlich an dem gnazen Schlamassel Schuld ist. Aber bei ALLEN entschuldigt sich George am Ende und alle sind bei ihm und feiern mit ihm. Alle. AUßER der Lehrerin!!!!!! NIEMAND KÜMMERT SICH UM DIE LEHRERIN! Was hatte die denn jetzt für einen Heiligabend. Ein Vater ruft sie an, schreit sie an, will sie verklagen und niemand ruft zurück und sagt: Sorry, war nicht so gemeint.

Ich bin immer noch total entsetzt. Am Ende des Films gibt es nur zwei die nicht dazugehören: Potter und die Lehrerin. Was will uns denn der Film mit dieser versteckten Message sagen? Ich bin zutiefst erschüttert. Und auch sauer. Wo kann ich mich beschweren und vor allem: Ist das schon mal jemanden aufgefallen????

“Die haben sich bestimmt am nächsten Tag bei der Lehrerin entschuldigt. Ganz sicher.” versucht mein Freund seinen Lieblingsfilm zu verteidigen.

“Vielleicht.”, sage ich “vielleicht. Viellleicht aber auch NICHT!”

Update

Dezember 24, 2012

So Weihnachten, puh, gerade noch geschafft. Mein Flieger hatte Verspätung, aber jetzt bin ich endlich wieder auf der Couch und warte, dass es weihnachtet.
Hat sich hier niemand gewundert, dass ich seit über einer Woche nicht geschrieben habe? Ich bin etwas verstört. Seid ihr alle zu Frl. Krise rüber und habt nur noch dort gelesen… macht mich fast ein wenig traurig, dass ich hier gar nicht vermisst wurde… tja.

Also, will jemand wissen wo ich war? Das ratet ihr nie. Ich sage mal: 21.12.2012!!! Ja, was ist denn da? Also was war denn da? Nicht nur der kürzeste Tag, die längste Nacht und der der Letzte Schultag in diesem Jahr. NEIN, ES WAR DOCH AUCH WELTUNTERGANG! Ihr denkt doch nicht, dass ich hier rumsitze und draußen geht die Welt unter. Nein, seit mehr als 5 Jahren habe ich mein Ticket nach Frankreich. Hallooo, Mayakalender! Die werden ja wohl nicht rumspinnen. Ich als überzeugte EgoEsotere habe natürlich vorgesorgt. Schon am Mittwoch war ich in Bugarach. Silent Wind, Gentle Whisper und Futore, die ich aus Goa kenne hatten für uns in einer kleinen Pension zwei schnucklige Zimmer gemietet. Kalt war es dort. Würde man gar nicht denken – Südfrankreich und so. Aber das Essen… die Franzosen wissen zu Leben und der Wein… zum Weinen… herrlich. Donnerstag gings schon mal zum Berg. Trommeln. Und was war das für ein Wiedersehen… man trifft doch wirklich immer wieder alte Bekannte. Engergy Bill aus Tuscon, Malina und Little Buddah aus Gomera und sogar Heike und Evita waren da.

Und dann kam der Freitag. Wir alle wieder zum Berg. Trommeln, Tanzen, Singen im Sonnenuntergang und dann…. plötzlich öffnet sich der Berg…Totenstille. Rauch, Licht und ein lautes Motorengeräusch.
DAS UFOOOOO!!!!! Es war wirklich da. Aber wer hatte daran gezweifelt. Wir nicht.
Wir alle rein und dann gings ab. Aber davon später mehr. Jetzt erstmal schöne Weihnachten euch allen.

Manchmal muss man so machen

Dezember 13, 2012

Grizzel hin oder her – ich finde ein Siebtklässler braucht kein Feuerzeug. Oder wie seht ihr das? Deshalb habe ich Amins rotes Plastikteil, das zufällig aus seiner Hosentasche guckte gleich an mich genommen. Zu seiner Verteidigung gab er an, es sowieso nur gefunden zu haben. Na dann… Jetzt liegt es neben mir und zündet meine Zigaretten an.

Fatimas Handy liegt im Tresor. Sitzt sie doch einfach bei mir im Unterricht, null Interesse am Geschehen, Tasche auf dem Schoß, als säße sie in der U-Bahn und dahinter fleißig am Tippen. So konzentriert, dass sie mich gar nicht bemerkte, wie ich mich von hinten an sie anschlich und die Herausgabe des Telefons forderte. Verdutzt gab sie es mir, weil sie wahrscheinlich dachte, dass die nette Frau Freitag ihr das Teil nach der Stunde sowieso wieder geben würde. Nett – das heißt aber auch – die, die man leicht bequatschen kann und vor der man keine Angst hat – und da Angst und Respekt für die lieben Kleinen schwer auseinander zu halten sind, sind sie tendenziel respektlos.

Und normalerweise gebe ich die Handys am Ende der Stunde auch zurück. NORMALERWEISE! Aber heute war nicht normal. Die Stunde war anstregend und die meisten Schüler – inklusive Fatima – haben sich so ziemlich daneben benommen. Ich bin die meiste Zeit ruhig geblieben, habe allerdings innerlich gekocht. Da kam mir das Handy gerade recht. Nach der Stunde kommt Fatima: “Kann ich jetzt mein Handy?”
Ich: “Nein. Das kann deine Mutter aus dem Büro abholen.”
Sofort hatte ich nicht nur Fatima, sondern auch noch ihre vier BFs am Hacken, die alle Register zogen.
“Darf ich Ihnen die Tafel wischen?”
“Bitte geben Sie das Handy! Sie sind doch unsere Lieblingslehrerin.”
“Warum machen Sie so?”
“Ihre Mutter tötet Sie, wirklich!”
“Nur diese eine Mal, biiiittteeee, Sie sehen das Handy NIEEEE wieder!”

Ich habe mir das alles stumm angehört, während ich meine Sachen gepackt habe. Innerlich nur ein mich durchströmendes Gefühl: ENTSCHLOSSENHEIT! So wie Anastasia ständig von einem überwältigendem, nie dagewesenem Orgasmus durchströmt wird und dazwischen ständig frown(t) und flush(t), so bin ich durchdrungen mit: DIESMAL NICHT!!!!

Die BFs und Fatima hängen sich an meine Fersen und versprechen mir das Blaue vom Himmel, während ich mich auf meinen Weg ins Büro mache. Dort schließe ich die Tür vor ihren Nasen und lege das Handy in den Tresor.
Das hätten die Mädchen nicht von mir gedacht. Sprachlos weichen sie kurz zurück, als ich wieder rauskomme, dann setzen sie zu neuen Überredungsversuchen an. Kurz stellen sie sich mir sogar in den Weg. “Ich habe das Handy gar nicht mehr.”, sage ich und verlasse genervt das Schulgebäude Richtung Feierabend. Genervt aber irgendwie auch erleichtert, weil ich es einfach mal durchgezogen habe. Auch wenn ihre Mutter sie jetzt töten tut. Und ausgeschaltet habe ich das Handy auch nicht! Ha.

Freuden des Winters

Dezember 12, 2012

Ich persönlich bin ja gegen das Staubsaugen. Deshalb vermeide ich diese Tätigkeit erfolgreich. Dafür liebe ich den Schnee. Und eben hat es auch schon wieder angefangen zu schneien. Da sage ich: Danke liebes Tiefdruckgebiet. Aber mit dem Schnee kommt auch immer der Grizzel. Der Granulatgrizzel, den irgendwelche Heinzelmännchen auf die Gehwege schmeißen, wenn ich gerade nicht hingucke. Ich verstehe den Sinn von dem Grizzel – trotzdem ist er mir jeden Winter aufs Neue ein mächtiger Dorn im Auge. Denn der Grizzel setzt sich fest. In meinen Schuhen. Irgendwie habe ich das Gefühl, der setzt sich auch in meiner Kleidung fest. Das kann ja gar nicht sein, denn ich rolle mich ja nicht über den Bürgersteig, sondern beherrsche den aufrechten Gang – ich bin ja nicht Ibo.

Dieser Grizzel-granulatscheiß sitzt also in meinen Schuhritzen, die in den Schuhsohlen sind. Auch die Ritzen sind sinnvoll – ohne ist es voll glatt und man rutsch hin aund her und am Ende noch aus. Oberschenkelhalsbruch – braucht kein Mensch. Also sage ich: Ja zu den Ritzen im Schuh. Sommerreifen und Winterreifen und so ist das dann auch mit den Sommer und den Winterschuhen.

Aber der Grizzel bleibt im Schuh und geht dann erst in der Wohnung ab. Jaaaaaa, ich habe an der Tür den jährlichen Scheuerlappen, auf den ich dann die Schuhe stellen sollte, damit der Grizzel sich eben nicht in der Wohnung verteilt. ABER – oft muss ich ganz schnell aufs Klo, wenn ich nach Hause komme und was tut man – vor die Wahl gestellt, sich in die Hose zu machen oder das Granulat zu verteilen. Ja, genau – mit Schuhe an aufs Klo und dann hat man den Salat – Granulat überall. Jeden Tag panierte Socken.
Da hülfte einem bestimmt das Staubsaugen, aber da bin ich ja gegen. Das ist eine soooo anstrengende Tätigkeit, dass ich die nicht freiwillig machen kann. Ist fast so schlimm wie Ethik. Aber Staubsaugen steht ja nicht in meinem Arbeitsvertrag und darum muss ich das auch nicht machen. Geld zahlt mir ja auch keiner fürs Saugen…

Und der Freund… gestern hatte er sich ja darüber beschwert, dass ich zu wenig über ihn schreibe.
“Schreib doch mal, was für ein toller Hecht ich bin.”
Ist er – ohne Frage. Aber saugt er mal die Wohnung? Nö, macht er nicht. Eben war er Einkaufen und überhaupt bringt er immer ganz herrliche Sachen aus dem Supermarkt. Ach was sag ich – alleine, dass er IN den Supermarkt geht ist schon bundesverdienstkreuzverdächtig. Würde er nicht gehen – ich würde mich mit schlechter Nahrung vom Späti zufriedengeben und sehr sehr schlechte Haut bekommen. Also JAAAA – er ist ein toller Hecht. Aber der Grizzel beleibt. Hinterhältig verteilt er sich in der ganzen Wohnung. Barfuß fügt er einem auch noch Schmerzen zu, wenn man auf ihn tritt. Shades of Grizzel. Bald ist er überall. Er wohnt mit uns. Vielleicht kann ich mich auch an ihn gewöhnen. Vielleicht ist das alles nur eine Einstellungssache. Grizzel im Haus ist bestimmt besser als eine solide Schneedecke im Zimmer.

Zum Schnee sag’ ich nicht nee

Dezember 11, 2012

Also ich finde es voll gemütlich. Schnee. Kälte. Schnee. Oben und unten. Von mir aus kann es den ganzen Winter lang Winter sein. Ich sitze hier in meiner gemütlich warmen Küche an der Heizung. Wie der starke Wanja auf seinem Ofen. Kann es was Schöneres geben? Nein.

Leider habe ich mich eben überfressen, denn im Gegensatz zu Frl. Krise werde ich hier jeden Tag mit Essbarem zugeschüttet. Pflegestufe 5 beinhaltet, dass jeden Tag gekocht wird und es auch zwischendurch immer was zum Kauen gibt. Jetzt kam ich eben nach Hause und war soooo hungrig, dass ich viel zu schnell gegessen habe. Geradezu gefressen habe ich. Und jetzt tut der Bauch weh. Aua.

Erkläre mal der Achten DAS PASSIV. Ich: Zappel, zappel, wedel wedel mit den Armen: “Was bin ich? Aktiv – oder passiv???”
Die Schüler: “Aktiv!”
Ich: “Yes!”
Dann icke wieder – sitz rum am Pult: “Was bin ich jetzt?”
Alle: “Passiv!”
Ich: “Yes!”
Damian: “Passiv ist wenn man so nichts macht.”
Dann noch der Klassiker: “I hit Ufuk.” (aktiv)
Ufuk was hit. (by Mrs. Friday – weil in diesem Fall der Verursacher vielleicht doch von Interesse ist.)

Dann halten wir uns noch eine Weile bei unseren Freunden is /are und was/were auf, lösen dann ein paar Aufgaben im Buch und besprechen die Hausaufgabe. Keiner wird sie machen. Mit der Begründung: “Hab ich nicht verstanden.”

Macht ooch nichts, denn dann machen wir die in der nächsten Stunde zusammen. Ich will jetzt auf die Couch. Vielleicht mit einem kleinen Umweg über die Badewanne. Wasser ist schon drinne – Pflegestufe 5 halt.

Bei den Shades of grey gibt es auch nicht viel Neues. Die verhandeln immer noch den Vertrag, gähhhhhn. Und dann wird wahrscheinlich wieder gef… also, aber dann mit Hauen und Festbinden. Tja, ob mich das dann noch vom Hocker haut? Dieser ganze Sado Maso Kram… was will dieser Christian Grey eigentlich? Maso – das habe ich doch jeden Tag auf Arbeit. Wenn der auf Schmerzen steht, dann soll der mal bei mir Ethik unterrichten – achte Klasse. – unvorbereitet. Das tut weh. Nicht nur körperlich auch geistlich. Und falls er dieses Sub-mäßige will, dann soll er mal BVG-Fahren und keinen Fahrschein haben, oder sich ein Handy kaufen und nicht wissen, was eine Simlock-Karte ist. Da wird man erstmal schön angemeckert. Und diese Ana – die kann ja mal bei uns in der Schule vorbeikommen und in der Pause mit Schneebällen schmeißen – wenn ICH Aufsicht habe – da sehnt die sich aber nach ihrem Room of Pain.
So, jetzt in die Badewanne.

Nicht gerade nobelpreisverdächtig

Dezember 6, 2012

“Aber das ist nichts für mich, ich bin doch so wehleidig.”, sagt Frl. Krise gerade am Telefon. “Also, dann müßte ich schon die Dominante sein. Ach, ich weiss nicht, ob ich das lesen will…”
Ja, ich gebe es zu: Ich lese “Shades of Grey”. Widerwillig und peinlich berühert lese ich das. Gekauft habe ich es mir nicht! Nur geliehen! Und ich lese es auf Englisch! Macht die Sache allerdings auch nicht besser.
Man muss sich erstmal durch endlose 100 Seite quälen, bis es interessant wird. Auf diesen 100 Seiten geht es eigentlich nur darum, WIE toll dieser Christian Grey aussieht. Der schönste Mann der Welt. Unweigerlich fragt man sich – was will der dann von dieser langweiligen – von Selbstzweifeln zerfressenen und mit sich selbst labernden Anastasia (Oh Gott – die Namen… Christian – in meiner Generation ein ganz normaler Durchschnittsnahme, aber in Amerika… klingt irgendwie elitär. Zumal man dort eigentlich immer nur Chris sagen würde. Und dann Anastasia… wat soll dat denn? Anastasia Steel – hat dieses Steel noch irgendeine tiefere Bedeutung?)

Und dann ist ja Christian nicht nur soooooooooo gutaussehend und trägt seine Hosen so sexy wie kein Zweiter, nein, er ist auch noch soooooo unglaublich reich. Als wären wir nun alle ganz neidisch, dass Anastasia nicht mit einem Golf, sondern mit dem Heli zum Date abgeholt wird. Und wie er wohnt… seine Wohnung – größer als groß und natürlich die Fenster immer bis zum Boden – als wäre das erstrebenswert und – klar – alles in weiß. Und soviel Kunst – mehr als in jeder Galerie. Ja, der Christian weiss schon, wie er die kleine 21jährige Anastasia beeindrucken kann.

Aber dann kommt ja raus, dass Mr. Grey seltsame Vorlieben in Sachen Sex hat. WARUM??? Auflösung wird einem zwischen zwei Sexszenen geliefert – er war mal der Sexsklave von der Freundin seiner Mutter. Als er 15 war!!!! Mrs Robinson ick hör dir trapsen. Ich – nun selbst schon lange im Mrs. Robinson-Alter denke: Aha, aha.

Und weil der Christian so gut aussieht und so reich ist verliebt sich Ana auch prompt in ihn – keine Überraschung. Aber statt einer normalen Beziehung kommt er nun mit einem seitenlangen Vertrag daher. Und ab hier finde ich die Story endlich mal ein bisschen interessant: Wird Anastasia diesen Vertrag unterschreiben????? Im Hinblick auf 300 Seiten, die da noch kommen und zwei Nachfolgebänden tippe ich schon mal auf: Ja wird sie.
Wird sie öfter mal mit hadern, dass sie das gemacht hat? Denke schon. Interessant ist, was der schöne Christian da alles von ihr verlangt: Er soll bestimmen dürfen, was sie ißt, was sie anzieht, wie lange sie schläft usw. Und sie darf ihn auch nicht angucken – jedenfalls nicht in seine unglaublich wunderschönen Augen…

Lustig – ein Vertrag. Habe ich voll nicht gemacht, als ich mit dem Freund zusammenkam. Erscheint mir überhaupt unüblich. Der hätte die Trulla doch auch so dazu gekriegt, dass sie sich unterwirft. Er sieht doch so gut aus. Zwangsläufig fragt man sich natürlich: Würde ich den Vertrag unterschreiben. Und da sage ich: ich wäre schon getürmt, wenn mir jemand in einem Befehlston sagt, dass ich mein Essen aufessen soll. Geht ja gar nicht. Wer braucht denn sowas. Egal wie schön seine Hose um seine Hüften schlackern!

Soweit erstmal. Ihr könnt euch ruhig outen, dass ihr so einen Scheiß auch gelesen habt oder lest. Ist irgendwie befreiend, wenn man das öffentlich macht. Es geht mir wie bei dem Kampuschbuch – man will es eigentlich nicht lesen, kann dann aber doch nicht aufhören. Und für meinen erlesenen Geschmack war ich ja noch nie bekannt. Ich zieh’ mir ja gerne den letzten Scheiß rein. Tut ja keinem weh.

Geht so

Dezember 5, 2012

Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh, ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh, Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh,Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh,Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh,Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh,Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh,Ach ach ach, oh oh oh, tja tja tja. muss ja, muss ja, muss ja. naja, naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, 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naja, naja, tzzz, tzzz, tzzz, puh, puh, puh, bäh, bäh, bäh….noch zweieinhalb Wochen!!!!!

Ethik nicht so leicht wie man denkt

Dezember 4, 2012

Heute kriege ich sie! Heute wird super! Heute werden wir eine ganz tolle Ethikstunde zusammen haben. Ich fahre 30 Minuten früher in die Schule, als ich muss. Ich stelle alle Tische in Gruppentischformationen. Ich besorge mir riesengroßes Papier. Die kopierten Arbeitsanweisungen für das stille Schreibgespräch tue ich in Folien – aber die ganz durchsichtigen – die teuren. Die Arbeitsanweisungen und die Blätter lege ich auf die Gruppentische. Dann baue ich den Laptop und den Beamer auf.

Zur Einstimmung auf das Thema ein Schreibgespräch, dann der Film, dann Beobachtungsaufgaben – auf Arbeitsblättern. Jeder Schüler soll eine Figur aus dem Film beobachten und aufschreiben was die Figur im Laufe der Story erwartet. Die sieben Figuren habe ich kopiert, ausgeschnitten und jeweils eine an die Arbeitsblätter getackert. Hätte ich einen Farbdrucker – ich hätte die sogar bunt ausgedruckt – so überzeugt bin ich von dieser Stunde.

Die Klasse ergießt sich nach und nach in meinen Raum. Die Ersten freuen sich, dass sie mit ihren Freundinnen zusammensitzen können. Es entstehen also drei Gruppentische mit fröhlichen Kindern und zwei Tische mit Ausgegrenzten und unpünktlichen Schülern. Ach ja, und natürlich setzen sich die drei Störer auch zusammen. Zu einem Schüler, der eigentlich sonst gut mitmacht, nun aber keine Chance mehr dazu hat.

Es klingelt. Ich sage nichts. Irgendwann fangen zwei Gruppen an, sich das Arbeitsblatt anzusehen. Eine Mädchengruppe fängt sogar mit der Aufgabe an. Ich beobachte die anderen Gruppen. Der eine Störer nimmt den Schal vom anderen Störer und will ihn nicht zurückgeben. Beide ziehen an dem Schal. Ein Mädchen am Aussätzigen-Tisch fängt an zu frühstücken, dann steht sie auf und schmeißt das Papier ihres Brötchens weg.

Zwei Tussimädels fangen an sich die die Wimpern zu tuschen und dann die Haare zu kämmen. Dabei sitzt die eine auf dem Schoß der anderen.

Die Zeit vergeht. Zwei Gruppen arbeiten gut. Drei Gruppen arbeiten nicht gut. Eine Gruppe denkt, es ginge nur darum, in die Mitte des Blattes ein Wort zu schreiben.

Ich rege mich innerlich schon wieder auf… kurz gesagt: die zwei Gruppen haben super gearbeitet und es hat ihnen auch Spaß gemacht. Die anderen haben mich nur genervt und zum Film sind wir gar nicht erst gekommen. Ich habe die guten Gruppen etwas früher gehen lassen, die anderen mussten die Tische zurückstellen. Das hat ihnen nicht gefallen. Als sie nach dem Klingeln alle weg waren, habe ich fluchend die Tische geschrubbt und den Müll vom Boden aufgehoben. Ich war soooooooo sauer. Mistpocken! Elende!

Da der Beamer aber nun schon da stand und weil ich wirklich wissen wollte, was die Schüler zum Film sagen – habe ich die Stunde dann einfach in der Englischklasse, die ich danach hatte gehalten. Und siehe da – hat Spaß gemacht – lief super und meine Laune war wieder justiert. Ich glaube Ethik nervt gar nicht so – es ist diese spezielle Klasse, die mich nervt. Aber was soll man da machen? Can’t teach them – can’t shoot them.

Vom Durchhalten und Schlappmachen

Dezember 3, 2012

Es ist kalt. Und es war sonnig. Schön. Montag. Nach Montag kommt Dienstag und dann kommen noch knapp drei Wochen und dann ist Weihnachten. Ich halte durch!!! Wer macht mit? Meine Klasse jedenfalls nicht. Am Freitag fehlte doch glatt die Hälfte. Es nervt. Die können nüscht ab. Bei jedem kleinen Wehwehchen bleiben sie zu Hause.
Hat jemand gestern Tatort gesehen? Ich fand ja, oder wie meine Schüler sagen würden: Ich fande ja, dass es recht unrealistisch war, dass der Sohn von dem Polizisten mit diesem brutalen Assi-Typen rumhing. War auch klar jewesen, dass der am Ende erschossen wird. Logo. Und die Frau von Wölke-Wotan war ja nun auch komisch besetzt – erst dachte ich, das sei seine Mutter. Schön an dem Tatort war, dass ich alles verstanden habe – das ist ja nicht immer so. Meistens verstehe ich erstmal nichts und dann schlafe ich bei der Auflösung auch noch ein und wache bei Günther Jauch wieder auf. Kein Wunder, dass man dann nichts versteht. Apropos Günther Jauch. Mein Günther war heute nicht in der Schule. Als ich ihn zu Hause anrufe, sagt mir die mechanische Frau, dass der Anschluss vorübergehend außer Gefecht gesetzt ist. Günther ist schlau – zieht den Stecker, wenn er schlafen will. Und schlafen will er. Tief und fest und lange.

Ich bin so stolz, dass ich nicht krank werde. Mein MUSS JA MUSS JA-Gen funktioniert ausgezeichnet. Jeden Morgen bekommen die Kollegen, die ich auf dem Schulweg treffe von mir den gleichen Spruch zu hören: “Das halten wir jetzt noch durch, oder?” Das sage ich immer in der Hoffnung, sie nicht am nächsten Tag vertreten zu müssen. Wahrscheinlich werde ich dann in den Weihnachtsferien krank. Orkan kam heute in der dritten Stunde in die Schule – völlig verschnieft: “Ich bin eigentlich krank, aber zu Hause war so langweilig.” Gearbeitet hat er nicht viel. Als ich ihn ermahne mitzumachen, guckt er mich mit müden Augen an: “Ich bin doch krank.”

Ich poste heute ein schönes Video für euch, ist schlechte Qualität, aber guckt es euch ruhig mal an.


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